Projekt Ökoprofit

Ein Gewinn für die Umwelt – und für die eigene Firma

Unter den Unternehmen der elften Runde sind unter anderem Schirm-Lieferant Fare, hier Geschäftsführer Volker Griesel in seinem Showroom,...
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Unter den Unternehmen der elften Runde sind unter anderem Schirm-Lieferant Fare, hier Geschäftsführer Volker Griesel in seinem Showroom,...

Das Projekt Ökoprofit geht im Städtedreieck in die elfte Runde.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. Ökoprofit geht in die elfte Runde. Nachdem das Projekt zuletzt drei Jahre lang pausierte, beginnt nun wieder für neun Unternehmen und Institutionen ein Jahr, in dem sie unterstützt von Fachleuten einen Blick auf ihre eigene Umweltbilanz und mögliche Verbesserungen werfen. Für die Umwelt. Aber auch fürs eigene Unternehmen. Denn Umweltschutz ist gut fürs Image. Und spart in vielen Fällen auch Geld.

Mehr als 130 Unternehmen aus dem Städtedreieck haben Ökoprofit in den vergangenen 19 Jahren durchlaufen. Die Zahlen, die dabei herauskamen, sind beeindruckend. Allein die letzten Runde brachte für ihre Teilnehmer eine Ersparnis von fast 1,4 Kilowattstunden Energie, mehr als zwölf Tonnen Müll und fast 800 Tonnen Kohlenstoffdioxid – pro Jahr.

„Es gibt bestimmt noch Potenziale.“
Henner Pesch, Gesellschafter von Fourtexx

. . . der Solinger IT-Spezialist Fourtexx mit Gesellschafter Henner Pasch, der noch viele Potenziale sieht, . . .

Und das meist ohne die ganz großen Investitionen, wie Jochen Stiebel, der Ökoprofit seit einigen Jahren mit seiner Wuppertaler Firma Neue Effizienz begleitet, betonte. Nur bei einem Drittel der erarbeiteten Maßnahmen liege die Amortisationszeit bei drei Jahren oder länger. „Rund ein Fünftel braucht gar keine Zeit zur Amortisation, weil gar keine Investitionen damit verbunden sind.“ Häufig gehe es um Verhaltensänderungen. Oder geänderte Einstellungen an vorhandenen Geräten.

. . . Sägeband-Hersteller Röntgen, hier der technische Geschäftsführer Dr. Klaus Müsch mit der Photovoltaik-Anlage der Firma, . . .

Solche Potenziale zu finden, gehört zu den Eckpfeilern des Projekts. In einem Zeitraum von zwölf Monaten gibt es acht Netzwerktreffen, um sich auszutauschen und von den Erfahrungen der anderen zu profitieren. Und fünf Besuche von Experten im eigenen Unternehmen. Was dabei erarbeitet wird, kann höchst unterschiedlich sein. In der vergangenen Runde nahm unter anderem ein Seniorenheim teil, hier ging es zum Beispiel um ein verändertes Abfallmanagement und Pedelecs für die Mitarbeiter. Während bei der Solinger Stanz- und Umformtechnik Kortenbach eine Druckluftanlage modernisiert und eine Ölreinigungsanlage angeschafft wurden. Ihre Umweltbilanz verbesserte beide Teilnehmer. Und Geld sparen auch beide.

. . . Sägeband-Hersteller Röntgen, hier der technische Geschäftsführer Dr. Klaus Müsch mit der Photovoltaik-Anlage der Firma, . . .

Unter den Teilnehmern der neuen Runde sind auch das Wuppertaler Jobcenter und der Wupperverband. Die Mehrheit sind aber Wirtschaftsunternehmen, darunter zwei aus Solingen, die Fourtexx GmbH und die U-Form GmbH. Und drei aus Remscheid, die Robert Röntgen GmbH, Fare und August Dohrmann. Überwiegend Firmen, die sich schon engagieren, nun aber noch mehr für die Umwelt tun möchten.

So hat das Remscheider Bauunternehmen August Dohrmann zum Beispiel mit Andreas Strobel längst einen Umweltbeauftragten, der sagt: „Ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg.“ Trotzdem habe man sich zur Ökoprofit-Teilnahme entschieden. „Wir versuchen, uns in allen Bereichen zu verbessern.“ Und das Projekt könne helfen, die Themen zu identifizieren, in denen das noch möglich ist. Ähnlich sieht das Henner Pasch, Gesellschafter beim Solinger IT-Spezialisten Fourtexx: Gefühlt habe man schon alles digitalisiert, sagt er: „Aber es gibt bestimmt noch Potenziale.“

Dass hier ökologische und ökonomische Interessen nicht in Konkurrenz stehen, macht Dr. Marcus Jankowski von der Robert Röntgen GmbH deutlich. Die Sägeband-Herstellung seines Unternehmens sei energieintensiv – jede eingesparte Kilowattstunde helfe nicht nur dem Klima, sondern spare auch Geld. Auch beim Solinger U-Form Verlag, Anbieter von Material für die Prüfungsvorbereitung, korrespondieren diese Ziele, wie Geschäftsführerin Marie-Luise Hasler sagt: Die junge Zielgruppe fordere solches Engagement geradezu. „Wir machen das auch, um vor deren Augen bestehen zu können.“

Hintergrund

Ökoprofit im Städtedreieck ist ein Gemeinschaftsprojekt, getragen unter anderem von den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal, deren Wirtschaftsförderungen und der Bergischen IHK. Gefördert wird es vom Land NRW, die Teilnahme ist zwar nicht kostenlos aber vergleichsweise günstig. Ansprechpartner finden interessierte Unternehmen unter anderem bei der IHK oder den örtlichen Wirtschaftsförderungen.

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