Start-up

Gesundes Essen aus eigenem Anbau als Geschäftsidee

Bio-Saatgut inklusive gute Tipps: Natascha Heinrich und Luisa Leinweber haben „Seed me“ gegründet.
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Bio-Saatgut inklusive gute Tipps: Natascha Heinrich und Luisa Leinweber haben „Seed me“ gegründet.

Saatgut mal anders: Das Wuppertaler Start Up „Seed me“.

Von Miriam Karout

Wuppertal. Den Anbau eigener Lebensmittel simpel, praktisch und nachhaltig gestalten, mit diesem Versprechen ist das Wuppertaler Start-up „Seed Me“ der Gründerinnen Natascha Heinrich und Luisa Leinweber angetreten.

Die Idee hatte Natascha Heinrich, die schon immer gerne gegärtnert hat. Zuerst im Garten der Eltern in Wichlinghausen, später auf dem eigenen Balkon in Barmen, bis sie nach Bochum zog. Von einer Chili habe sie Kerne genommen und versucht, aus diesen eine neue Pflanze zu züchten, berichtet sie. Doch daraus wurde nichts. Um aus derselben Pflanze wieder eine Pflanze mit Früchten zu gewinnen, braucht es nämlich sogenanntes samenfestes Saatgut.

Und so keimte die Idee in der heute 24-Jährigen , samenfestes Saatgut für die Selbstversorgung anzubieten. Nicht auf herkömmliche Weise mit einem weiteren Tütchen im Baumarkt-Regal – sondern online und über Einzelhändler in wiederverwendbaren Gläsern, samt Tipps und Tricks. Bald schloss sich Luisa Leinweber an, die beiden jungen Gründerinnen kennen sich aus der Schulzeit. „Wir haben uns wiedergefunden“, sagt Luisa Leinweber. „Wir haben beide einen Sinn gesucht in dem, was wir tun.“

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„Seed Me“ verlangt einen24/7 Job von den Wuppertalerinnen

Mittlerweile verkaufen sie das Bio-Saatgut über ihre eigene Webseite sowie über Einzelhändler. Sie bieten einzelne Sorten für 4,90 Euro an, oder ganze Sets, die sich auch als Geschenk eignen. So gibt es zum Beispiel eine Pasta-Box, in der Saatgut für Basilikum, Schnittknoblauch und Spinat zu finden ist. Außerdem erhalten die Kunden eine Quelltablette, die mit ein wenig Wasser zu etwa 450 ml weicher Kokoserde wird. Dazu gibt es zudem biologisch abbaubare Anzuchttöpfe aus Kokosfasern.

Wer sich zum ersten Mal an das Anzüchten traut, wird nicht allein gelassen. Auf der Rückseite der verpackten Saatgut-Sorten finden sich individuelle QR-Codes, die auf die Webseite von „Seed Me“ führen und übersichtliche Informationen liefern. Passend zur Pasta-Box gibt es außerdem einen Link zum Lieblings-Pasta-Rezept der Gründerinnen.

Seit Januar sind die Wuppertalerinnen Teil des Stipendienprogramms „Werk X“, so dass sie Vollzeit an „Seed Me“ arbeiten können. Dabei werden sie nicht nur finanziell, sondern auch mit Informationen und Hilfe durch andere Unternehmensgründer unterstützt. Um alles andere kümmern sich die jungen Gründerinnen selbst, seit April mit der Unterstützung einer Praktikantin. „Kreativ können wir uns super ausleben“, meint Luisa Leinweber. „Wir arbeiten schon fast 24 Stunden am Tag, das ist der Unterschied zu einem normalen Job. Aber es macht uns einfach Spaß“, ergänzt Natascha Heinrich.

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