Solinger Start-Up

Ganz wie beim „richtigen“ Fußball – halt nur auf virtuellem Rasen

Mit einem Video erklärt Doppel Digital das Ziel der Kampagne auf Startnext. Für die Realisierung benötigen die Solinger 15 000 Euro. Screenshot: wey
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Mit einem Video erklärt Doppel Digital das Ziel der Kampagne auf Startnext. Für die Realisierung benötigen die Solinger 15.000 Euro.

Solinger Start-Up möchte per Crowdfunding professionelle Strukturen für ein Videospiel schaffen.

Von Sven Schlickowey

Solingen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne möchte das Solinger Start-Up „Doppelpass Digital“ eine Online-Plattform für den digitalen Fußball im sogenannten Pro-Clubs-Modus schaffen. „Wir wollen genau das, was wir im klassischen Fußball an Strukturen, Regeln und Verbandswesen alle kennen, auch auf den digitalen Fußball übertragen“, sagt Patrick Baur, einer der Gründer. Der Wunsch der Spieler nach einem einheitlichen Regelwerk und professionellen Strukturen sei groß. Ziel der Kampagne sei es, 15 000 Euro einzusammeln.

Dabei konzentrieren sich die Solinger auf eine Spielart des digitalen Fußballs, die bisher eher ein Schattendasein fristet: Im Pro-Clubs-Modus spielen elf Spieler gegen elf andere, jeder Gamer steuert also einen Avatar auf dem virtuellen Rasen. Rund 50 000 Menschen in Deutschland würden diesen Modus aktuell spielen, schätzt Doppelpass Digital: „Tendenz steigend.“ Im Vergleich zu mehr als 30 Millionen Computer-Spieler insgesamt und darunter rund 5,4 Millionen, die digital Fußball spielen, eine eher geringe Zahl.

Trotzdem bietet der Elf-gegen-Elf-Modus Vorteile, wie Gerrit Kremer, der andere Gründer von Doppelpass Digital, meint: „Gerade auch für Amateur- und Breitensportvereine sehen wir hier eine hervorragende Möglichkeit, sich sinnvoll im digitalen Sport zu engagieren und so eine junge Zielgruppe an den Verein zu binden und neue Mitglieder zu gewinnen.“ Das sei dann quasi eine „digitale Verlängerung des analogen Sportbetriebes“, so Kremer. Für eine Zielgruppe, die „ansonsten den Verein vielleicht irgendwann verlassen würde beziehungsweise gar nicht erst in einen Verein eintritt“. Der Pro-Clubs-Modus sei die „maximale digitale Transformation des Fußballs“, sagt Patrick Baur.

Gestartet ist die Crowdfunding-Kampagne bereits auf der Plattform Startnext, wo sie auch schon die ersten Unterstützer gefunden hat. Sie richte sich an private Unterstützer, aber auch an Unternehmen, die sich Bereich E-Sport engagieren wollen, sagt Doppelpass Digital. Geplant ist die Kampagne im ersten Schritt bis Ende Juni. Eine Realisierung der neuen Plattform strebe man bei einem Erfolg der Kampagne ab Oktober an. Da die ganze Szene digital organisiert sei, könne das Projekt auch auf diesem Weg recht schnell realisiert werden.

www.startnext.com/fussballechtdigital

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