Traditionsunternehmen

Die Erfinder des nahtlosen Rohres bilden wieder aus

Geschäftsführer Dr. Florian Thönnessen im Gespräch mit Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.
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Geschäftsführer Dr. Florian Thönnessen im Gespräch mit Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Mannesmann Stainless Tubes stellt sich für die Zukunft auf.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Viel mehr Industriegeschichte ist selbst im Bergischen kaum zu finden: Seit rund 130 Jahren werden im Remscheider Südbezirk Rohre hergestellt, genau an der Stelle, an der die Gebrüder Mannesmann einst das Produktionsverfahren des nahtlosen Rohres entwickelten. Wie aus dieser Historie Zukunft werden soll, darüber informierte Geschäftsführer Dr. Florian Thönnessen am Mittwoch eine Delegation der Stadt Remscheid.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Bau- und Wirtschaftsdezernent Peter Heinze und der Leiter der Wirtschaftsförderung Ingo Lückgen besuchten das Werk, das inzwischen zur niedersächsischen Salzgitter AG gehört. Thönnessen und Personalchef Frank Meyer rückten dabei zwei Herausforderungen in den Fokus: Nachhaltigkeit und Fachkräfte.

„Gute Mitarbeiter zu finden, ist alles andere als leicht“, berichtete Thönnessen. Die Herstellung von qualitativ hochwertigen Rohren sei eine komplexe Aufgabe, an den meisten Stelle könne man nur ausgebildete Fachkräfte einsetzen. „Kundenanforderungen sind bei uns undiskutierbar.“ Deswegen steige sein Unternehmen nach einer Unterbrechung nun auch wieder in die Ausbildung ein: Noch in diesem Jahr sollen vier Azubis zum Industriemechaniker und zum Anlagenführer starten. Man gehe davon aus, die Verträge bald unterschreiben zu können, so Meyer: „Wir arbeiten dabei eng mit dem BZI zusammen.“

Auch beim Thema Nachhaltigkeit habe man die ersten Schritte bereits gemacht, sagt Dr. Florian Thönnessen. Es sei das erklärte Ziel der Salzgitter AG, eine Vorreiterrolle bei der CO2-armen Herstellung von Stahl einzunehmen. „Aktuell schaut man beim Einkauf auf Preis, Qualität und Lieferzeit“, sagt Thönnessen. In Zukunft gehöre sicherlich auch der CO2-Fußabdruck zu diesen Kriterien. „Das bietet für uns eine Riesenchance, weil wir dabei unseren Technologievorsprung nutzen können.“

Die gute Nachricht für die Vertreter der Stadt: Trotz der Herausforderungen stehe das Werk der Mannesmann Stainless Tubes GmbH mit seinen 250 Arbeitsplätzen gut da, versichert Thönnessen: „Für die Zukunft mache ich mir keine Sorgen, der Markt für unsere Rohre ist weiterhin da.“

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