Der Referent spricht, die Software beantwortet derweil Fragen

Im Oktober trat Schnaq, hier Geschäftsführer Dr. Alexander Schneider, beim Berg-Pitch im Remscheider Gründerquartier an. Foto: Leon Sinowenka
+
Im Oktober trat Schnaq, hier Geschäftsführer Dr. Alexander Schneider, beim Berg-Pitch im Remscheider Gründerquartier an.

Start-up mit Remscheider Wurzeln: Schnaq ist inzwischen für alle Nutzer verfügbar

Von Sven Schlickowey

REMSCHEID/DÜSSELDORF Schnaq, das Start-up mit Remscheider Wurzeln, geht den nächsten Schritt und beendet die Beta-Phase: Seit der vergangenen Woche ist die Plattform für eine effizientere Publikumsinteraktion bei wiederkehrenden digitalen Veranstaltungen für alle Nutzer verfügbar. Die neue Pro-Version für 8 Euro im Monat richtet sich vor allem an Coaches und Seminarveranstalter.

Die können mit Schnaq unter anderem die Fragen, die während eines Vortrags aufkommen, sortieren und teilweise automatisiert beantworten lassen. „Ohne den Redefluss des Vortragenden zu unterbrechen“, wie Dr. Christian Meter betont. Der Remscheider gehört zu dem inzwischen dreiköpfigen Entwicklungsteam hinter der neuen Plattform – und nutzt Schnaq in seinem Job als Dozent an der Uni selbst. Anders werde man den Zwischenfragen bei einer Vorlesung mit 300 Studierenden kaum Herr, sagt er.

Während Meter also digital über Datenbanken referiert, beantwortet Schnaq parallel Fragen, die so oder so ähnlich schon mal gestellt wurden. „Das entlastet enorm“, sagt der Informatiker. Dahinter steckt ein lernendes System, das auch vorab gefüttert werden kann. Die Fragen, die dann noch übrig bleiben, landen schließlich beim Vortragenden. Dessen Antworten werden für zukünftige Veranstaltungen zu ähnlichen Themen erfasst.

Daneben arbeite man derzeit an Aktivierungsfunktionen, damit die Aufmerksamkeit der Zuhörer während des Vortrags nicht abschweift, erklärt Meter. „Das können zum Beispiel kleine Umfragen sein.“

Zielgruppe dafür seien Veranstalter von wiederkehrenden Events wie Coachings, Workshops oder Seminaren, heißt es von dem Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Hier sei man sich sicher, eine Marktlücke im Bereich der Audience Response Tools gefunden zu haben. Auch Universitäten und andere Bildungsanbieter wolle man nicht aus dem Auge verlieren, so Meter. Das Geschäft mit denen gestalte sich aber naturgemäß langwieriger.

In Schnaq stecken mehr als sechs Jahre Forschungsarbeit der drei Gründer, die erst zu zwei Doktorarbeiten und dann zur Firmengründung geführt hat. Seit Mai hatten rund 800 Nutzer die neue Software in einer geschlossenen Testphase ausprobiert. Nun gelte es, aus der Idee ein Geschäft zu machen, sagt Meter. Dabei strebe man ein natürliches Wachstum an: „Auf der Suche nach Investoren sind wir aktuell nicht mehr.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare