„Click & Collect“: Entscheidend ist, wie der Vertrag zustande kam

Die Idee von „Click & Collect“: Vorab bestellte Artikel können an der Ladentür abgeholt werden. Symbolfoto: Leon Hohmann
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Die Idee von „Click & Collect“: Vorab bestellte Artikel können an der Ladentür abgeholt werden. Symbolfoto: Leon Hohmann

Verbrauchertipp zum Einkaufen vor Ort in Zeiten von Corona

BERGISCHES LAND -wey- „Click & Collect“ gehört vermutlich auch zu den Begriffen, die vor Corona noch niemand auf dem Schirm hatte, nun aber in aller Munde sind. Wer den Einzelhandel im Lockdown unterstützen will, kann so vor Ort kaufen: Man wählt zu Hause aus und holt den Artikel an der Ladentür ab. Dadurch entsteht eine Art Mischform aus stationärem Handel und Versandhandel.

Juristisch ist das nicht immer leicht zu überschauen für den Verbraucher. Dabei zählt aber vor allem die Art und Weise, wie der Kaufvertrag zustande gekommen ist, erklärt die Verbraucherzentrale: „Wird das Produkt auf einer entsprechenden Internetseite erworben, gilt das für Onlinekäufe übliche 14-tägige Widerrufsrecht.“ Die weiteren Umstände wie die Abholung oder die Art der Bezahlung würden dann keine Rolle spielen.

„Fällt die endgültige Kaufentscheidung allerdings erst bei der Abholung, besteht kein Widerrufsrecht“, erklären die Experten. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn das Produkt online nur reserviert wurde und die endgültige Kaufentscheidung erst vor Ort fällt.

Wer sein Widerrufsrecht ausüben möchte, müsse dies gegenüber dem Vertragspartner am besten per E-Mail, Fax oder Brief tun, so die Verbraucherzentrale. „Die bestellte Ware einfach nicht abzuholen oder zurückzusenden, gilt nicht als Widerruf.“ Möglich sei es nach Ansicht der Verbraucherzentrale auch, den Artikel ins Geschäft zurückzubringen, um den Widerruf auszusprechen. Alternativ sei es möglich, das Produkt per Paketdienst zurückzusenden. „Die Kosten der Rücksendung trägt dann grundsätzlich jedoch der Kunde – es sei denn, der Händler bietet an, die Rücksendekosten zu übernehmen.“ Dieser bleibe auch dann auf den Kosten sitzen, wenn er vor Vertragsschluss nicht darüber informiert hat, dass Kunden die Kosten einer Rücksendung selbst zahlen müssen.

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu Verbraucherfragen gibt es bei der Verbraucherzentrale in Solingen. Coronabedingt nur telefonisch unter Tel. (02 12) 22 65 76-01 oder E-Mail.

solingen@ verbraucherzentrale.nrw

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