Campus statt Praktikum: Wirtschaftsjunioren helfen Schülern

Am Mittwoch besuchte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach den WJ-Campus und ließ sich von den Schülern mit Fragen löchern. Foto: Christian Beier
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Am Mittwoch besuchte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach den WJ-Campus und ließ sich von den Schülern mit Fragen löchern. Foto: Christian Beier

Vier Tage Azubi-Knigge, Wirtschaftswissen und Workshops

Von Sven Schlickowey

SOLINGEN Ihr reguläres Praktikum musste schon coronabedingt ausfallen, aber auch beim Ausweichtermin in dieser Woche fanden einige Schüler der Solinger Alexander-Coppel-Gesamtschule keinen Platz in einem Unternehmen. „Viele Firmen wollen derzeit keine Fremden reinlassen“, vermutet Deborah Breuer, Vorsitzende der Solinger Wirtschaftsjunioren, die schon länger mit der Schule kooperieren. Also halfen die Wirtschaftsjunioren kurzerhand aus – und entwickelten in nur dreieinhalb Wochen das Konzept des WJ-Campus.

Von Montag bis Mittwoch und am heutigen Freitag kamen dort mehr als 30 Schüler unter, die keinen Praktikumsplatz gefunden hatten. In den Räumlichkeiten der Ideen-Werkstatt von Tobias Erdmann bekamen sie einen „Azubi-Knigge“, lernten etwas über Steuern, Geld und Versicherungen, konnten an verschiedenen Workshops teilnehmen und erfuhren auch etwas über verschiedene Berufsbilder. Ein Bewerbungscheck rundet den Campus heute ab.

„Das haben wir alles komplett aus eigener Kraft gestemmt“, sagt Deborah Breuer. So gab ein Fotograf, der Mitglied der Wirtschaftsjunioren ist, einen Fotokurs, während die Programmier- und Social-Media-Workshops vom Sohn eines ehemaligen und der Frau eines aktuellen Mitglieds gehalten wurden. Und auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) schaute am Mittwoch vorbei – und stellte sich den Fragen der Schüler.

Nicht der einzige Programmpunkt, bei dem die Jugendlichen gut mitgearbeitet haben, wie Deborah Breuer berichtet. Sie selber habe zum Beispiel als Diplom-Finanzwirtin das Themengebiet Steuern übernommen: „Ich dachte erst, dass ich da 45 Minuten einen Monolog halten muss“, erzählt sie. Doch die Schüler seien überaus interessiert gewesen und hätten viele Fragen gestellt.

Einmaliges Projekt soll dauerhafte Einrichtung werden

Deswegen überlegen die Solinger Wirtschaftsjunioren jetzt, wie sie aus dem ursprünglich als einmaliges Pandemie-Projekt geplanten WJ-Campus eine dauerhafte Einrichtung machen können.

„Das hat Potenzial“, sagt Deborah Breuer. Deswegen werde man in den kommenden Tagen die Köpfe zusammenstecken und daraus ein Konzept für die Zukunft stricken. „Wir sind davon absolut überzeugt, auch wegen des guten Feedbacks der Schüler.“

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