Forschungsprojekt

BZI-Azubis helfen mit, die Ausbildung sicherer zu machen

Doktorandin Julia Waldorf, Dominik Neff und Philipp Fabrizius (v.l.) von der Uni Wuppertal stellen den Azubis das Projekt vor. Los geht es mit einem Fragebogen.
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Doktorandin Julia Waldorf, Dominik Neff und Philipp Fabrizius (v.l.) von der Uni Wuppertal stellen den Azubis das Projekt vor. Los geht es mit einem Fragebogen.

Forschungsprojekt der Uni Wuppertal zur Arbeitssicherheit junger Beschäftigter.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Berufsanfänger erleiden überdurchschnittlich oft einen Arbeitsunfall. Rund 16 Prozent aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle entfielen 2020 auf Personen unter 25 Jahren. Dabei stellen die aber nur gut zehn Prozent aller Beschäftigten. Ein Forschungsprojekt der Uni Wuppertal will daran etwas ändern - mit Unterstützung aus Remscheid.

Das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) ist einer von vier Praxispartnern in der Region, mit denen zusammen die Wissenschaftler der Frage nachgehen wollen, wie sich Arbeitsschutz besser in die Ausbildung integrieren lässt. Noch stehe das Projekt ganz am Anfang, heißt es in einer Mitteilung des BZI. Zum Start werde zunächst mithilfe eines Fragebogens eine Zielgruppenanalyse erstellt.

Erfasst werde dabei beispielsweise, ob die Azubis die für ihren Arbeitsplatz geltenden Arbeitsschutzvorschriften überhaupt schon kennen. „Vor allem aber wurden die Technikaffinität und die Technologieakzeptanz der jungen Leute abgefragt.“ Denn darauf aufbauend soll ein Konzept erstellt werden. Möglicherweise mit Augmented Reality (AR).

„Bei der AR geht es um die Erweiterung der Realität durch digitale Elemente“, erklärt das BZI. So werde die „echte“ Realität um virtuelle Szenarien ergänzt. „Es geht darum, Situationen der Ausbildung virtuell erlebbar zu machen“, erklärt Doktorandin Julia Waldorf von der Uni Wuppertal. Am Ende der Forschungsarbeit könne dann ein innovatives Lernkonzept auf Basis einer AR-gestützten Lernumgebung stehen, damit tätigkeitsspezifische Gefahrensituationen erlebbar werden, um sie in der Realität bestmöglich zu vermeiden.

„Das ist eine gute Sache für unsere Azubis und für uns als Unternehmen“, sagt BZI-Mitarbeiterin Petra Rupprecht, die die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl begleitet. „Denn es geht ja schlussendlich darum, wie Arbeitsunfälle mit Hilfe modernster Technik verhindert werden können.“ Zum Auftakt nahmen rund 160 Azubis im Berufsbildungszentrum an einer ersten Informationsveranstaltung teil.

Dass junge Mitarbeiter öfters als der Durchschnitt von Arbeitsunfällen betroffen sind, ist seit einigen Jahren bekannt. Bereits 2013 veröffentlichte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Zahlen, die mit den heutigen vergleichbar sind. Parallelen gibt es dabei unter anderem zum Straßenverkehr, wo auch junge Fahrerinnen und Fahrer überproportional in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Auch der Erklärungsansatz vieler Experten ist ähnlich: Azubis und anderen jungen Mitarbeitern fehle es oftmals an Erfahrung, an notwendigen Kenntnissen und teils auch am nötigen Bewusstsein.

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