Bisher nur wenige Anträge für die Corona-Ausbildungsprämie

Von Corona betroffene Unternehmen, die weiter wie bisher ausbilden, können 2000 Euro je Ausbildungsvertrag erhalten. Symbolbild: Free-Photos
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Von Corona betroffene Unternehmen, die weiter wie bisher ausbilden, können 2000 Euro je Ausbildungsvertrag erhalten. Symbolbild: Free-Photos

Programm „Ausbildungsplätze sichern“ läuft seit gut zwei Monaten

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Seit gut zwei Monaten gibt es die Ausbildungsprämie. Von Corona betroffene Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung beibehalten oder steigern, bekommen Geld aus dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“. Bis zu 3000 Euro einmalig je Azubi oder 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung sind drin. Trotzdem tut sich das neue Programm derzeit noch schwer.

„Es kommen durchaus Anfragen von interessierten Unternehmen“, berichtet Regina Wallau, Pressesprecherin der örtlichen Agentur für Arbeit. Doch viele Firmen, zum Beispiel aus dem Handwerk, würden die Voraussetzungen nicht erfüllen. „Von daher sind es im Moment eher Einzelfälle.“

Förderberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die „in erheblichem Umfang“ von Corona betroffen sind. Das gilt zum Beispiel, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen ist. Oder wenn die Firma in der ersten Jahreshälfte wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat.

Das Verfahren sei komplex, der Beratungsbedarf entsprechend hoch, so Regina Wallau. Das Interesse allerdings auch, wie Carmen Bartl-Zorn, bei der Bergischen IHK für Aus- und Weiterbildung zuständig, berichtet.

Um die Ausbildungsprämie beantragen zu können, benötigen die Firmen eine Bescheinigung der zuständigen Kammer, dass das Ausbildungsverhältnis tatsächlich zustande gekommen ist. 45 solcher Bescheinigungen habe die Bergische IHK bisher in den neun Wochen seit die Regelung Anfang August in Kraft trat ausgestellt, sagt Carmen Bartl-Zorn. Mindestens noch einmal so viele dürften von den Handwerkskammern dazu kommen. Doch nicht alle davon haben die Agentur für Arbeit bisher erreicht.

Geld gibt es für Firmen, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten. Sie bekommen für jeden Ausbildungsvertrag, der zwischen dem 1. August und dem 15. Februar des kommenden Jahres beginnt, einmalig 2000 Euro. Und für jeden zusätzlichen Azubi 3000 Euro. Die gleiche Summe gibt es für jeden Auszubildenden, der von einem wegen Corona insolventen Betrieb übernommen wird. Firmen, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls von mindestens 50 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, können zudem für diesen Zeitraum 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung beantragen.

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