Ausbildungsstart

Viele Azubis werden ihre Lehre erst im Herbst oder Winter beginnen

Ausbildungsmessen, hier die Solinger Forum Beruf, sind zuletzt alle ausgefallen. Mit Folgen für den Ausbildungsmarkt. Archivfoto: Christian Beier
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Ausbildungsmessen, hier die Solinger Forum Beruf, sind zuletzt alle ausgefallen. Mit Folgen für den Ausbildungsmarkt.

Wegen der Corona-Krise verschiebt sich der Ausbildungsstart in vielen Betrieben.

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Der traditionellen Ausbildungsstart am 1. August liegt zwar nun schon ein paar Tage zurück – doch das Thema ist keinesfalls schon durch für dieses Jahr. Darauf weist die Bergische IHK in Wuppertal hin. „Der Ausbildungsstart 1. August ist nicht in Stein gemeißelt“, sagt Michael Oelkers, stellvertretender Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung. „Unternehmen werden auch bis in den Winter hinein noch Azubis einstellen.“

Sowohl Schulabgänger als auch Firmen könnten sich also weiterhin um eine Zusammenarbeit bemühen, so Oelkers. Der Bedarf auf beiden Seiten sei auf jeden Fall da. So habe die Agentur für Arbeit vor wenigen Tagen noch 39 000 freie Ausbildungsstellen in NRW gemeldet. Rund 1200 davon im bergischen Städtedreieck.

Im Vorjahr seien zu diesem Zeitpunkt mehr als drei Viertel der Ausbildungsverträge des Ausbildungsjahres bereits abgeschlossen gewesen, sagt die IHK. Für dieses Jahr gehe man davon aus, dass deutlich mehr Ausbildungsverhältnisse erst später beginnen werden. Den Grund dafür sieht die IHK auch und vor allem in der derzeitigen Pandemie: „Covid-19 hat dazu geführt, dass Ausbildungsmessen ausgefallen sind und Vorstellungsgespräche verschoben wurden.“ Deswegen hinke der Ausbildungsmarkt in seiner Entwicklung mehrere Wochen hinterher.

Zudem warnte die bergische IHK schon vor Wochen davor, dass sich viele Schulabgänger wegen der schlechten Nachrichten vom Arbeitsmarkt gar nicht erst um einen Ausbildungsplatz bemühen. Weil sie damit rechnen, dass Firmen in Kurzarbeit nicht ausbilden. Dabei ergab eine Blitzumfrage im Juni, dass rund dreiviertel aller IHK-Mitgliedsbetriebe im Städtedreieck trotz Corona die Zahl ihrer Ausbildungsstellen nicht reduzieren wollen. Manche wollen sogar aufstocken.

Obwohl ein Ausbildungsstart auch nach dem 1. September möglich sei, gelte das Prinzip „je früher, desto besser“, sagt Michael Oelkers von der IHK. Denn Spätstarter stünden vor der zusätzlichen Herausforderung, den versäumten Berufsschulstoff aufzuholen.

Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, zum Beispiel auch weil ein Gap-Year mit Auslandsaufenthalt ausgefallen ist, findet Hilfe und Unterstützung unter anderem bei der Agentur für Arbeit, der jeweiligen IHK oder der zuständigen Handwerkskammer. Zudem gibt es Ausbildungsangebote samt Job-Porträts auf der Internetseite unserer Beilage „Wat Nu?“.

www.wat-nu.de

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