Durch Bäume kompensieren

Bis 2030 die Hälfte einsparen, den Rest durch Bäume kompensieren

Der Remscheider Heiztechnikspezialist Vaillant möchte etwas zum Klimaschutz beitragen. Archivfoto: Michael Sieber
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Der Remscheider Heiztechnikspezialist Vaillant möchte etwas zum Klimaschutz beitragen.

Heiztechnikspezialist Vaillant will klimaneutral werden.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Vaillant Group will klimaneutral werden. Das hat der Heiztechnikspezialist, 1874 in Remscheid gegründet und seither in Familienbesitz, in einer offiziellen Verlautbarung mitgeteilt. Man habe eine „ambitionierte, langfristige Klimastrategie entwickelt“, so das Unternehmen. Kernpunkte sind eine schrittweise Reduzierung der Emissionen und eine Kompensation des verbleibenden Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen.

„Bis zum Jahr 2030 reduziert die Vaillant Group ihre eigenen CO2-Emissionen um 50 Prozent“, heißt es in der Mitteilung. Dies erreiche man „durch den Einsatz von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, einen deutlich reduzierten Energieverbrauch in Produktionsprozessen und Gebäuden sowie Investitionen in eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte“. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen der Gruppe entstehe an den Produktionsstandorten und durch die Nutzung von Firmenfahrzeugen, so das Unternehmen.

Die durch diese Maßnahmen nicht vermeidbaren Emissionen gleiche man ab sofort durch bestehende, zertifizierte Aufforstungsprojekte aus, heißt es weiter. „Zudem plant die Vaillant Group, langfristig eigene Aufforstungsprojekte in Schwellenländern durchzuführen.“ Die so geschaffenen Waldflächen sollen die Treibhausgase, die die Firma zukünftig erzeugt, aufnehmen.

„Mit der neuen Klimastrategie erreicht die Vaillant Group bereits ab diesem Jahr eine vollständige Kompensation der CO2-Emissionen, die aus dem Produktions- und Geschäftsbetrieb entstehen“, sagt Dr. Norbert Schiedeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vaillant Group, die weltweit mit rund 14 000 Mitarbeitern etwa 2,6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. So wolle man einen Beitrag dazu leisten, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Ganz neu sind die aktuellen Bemühungen für das Remscheider Unternehmen nicht. Bereits 2011 hatte man verbindliche und vor allem messbare Nachhaltigkeitsziele bis 2020 festgelegt, darunter auch eine Reduzierung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes um 25 Prozent. Ein Ziel, das man nach eigenen Angaben sogar übertroffen hat: Von 2010 bis 2020 habe Vaillant in Relation zu den Fertigungsminuten CO2-Emissionen und Energieverbrauch um rund 30 Prozent gesenkt, heißt es in der Mitteilung. Dafür gab es unter anderem 2015 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis als nachhaltigstes Großunternehmen Deutschlands.

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