Tag der Deutschen Einheit

„Wir werden das hohe Gut unserer Freiheit verteidigen“

Die Bergischen Symphoniker begleiteten den Festakt in der Ohligser Festhalle.
+
Die Bergischen Symphoniker begleiteten den Festakt in der Ohligser Festhalle.

Die Klingenstadt erinnert an den 3. Oktober 1990 – viele junge Solinger besuchen Festakt in Ohligs.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Die Festhalle Ohligs war beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit sehr gut besucht. Er erinnert an den 3. Oktober 1990, den Tag, an dem der am 31. August 1990 abgeschlossene deutsch-deutsche Einigungsvertrag in Kraft trat. Die DDR löste sich damals auf und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde verbindliche Verfassung für alle Deutschen.

Zum Auftakt des Festaktes spielten die Bergischen Symphoniker die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven – das Werk, das 1985 zur offiziellen Europahymne gewählt wurde. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) freute sich über viele junge Menschen, die zum Festakt nach Ohligs gekommen waren.

Er erinnerte in seiner Rede auch an die Vorgeschichte der Deutschen Einheit. „Es waren damals mutige Menschen, die mit immer größeren Montagsdemos in Großstädten der DDR den Fall der Mauer am
9. November 1989 bewirkt haben. Diese friedliche Revolution war ein Triumph der Menschen über ein unterdrückendes System“, sagte der Oberbürgermeister, der auch deutlich Stellung nahm zur aktuellen Situation in Europa. „Wir haben den Kalten Krieg der Großmächte nach dem Zweiten Weltkrieg nicht zuletzt durch unsere wiedergewonnene Einheit überwunden, um jetzt einen unbarmherzigen und unvorstellbaren Terrorkrieg in Europa zu erleben.“

Solingens Oberbürgermeister begrüßte 320 Neubürger

Kurzbach gab in seiner Rede ein klares Bekenntnis für die Unterstützung der Ukraine. „Wir wissen nicht, was auf uns in den nächsten Monaten zukommt, ob wir vielleicht in einem harten Winter etwas frieren oder uns in persönlichen Dingen einschränken werden, das müssen wir abwarten; dazu wissen wir heute nicht, wer Europa in der nächsten Zeit regieren wird, aber die Solidarität mit der Ukraine ist für uns unverbrüchlich und auch wir werden unsere Freiheit verteidigen“, sagte er.

Der Tag der Deutschen Einheit ist auch immer ein Festtag für die neuen Bürger Deutschlands. „Wir haben in den letzten Monaten 320 neue Staatsbürger dazu bekommen“, teilte Kurzbach mit. Stellvertretend für diese neuen Bürger begrüßte der OB Mahab Benzamini, die 2011 aus dem Iran nach Deutschland kam, und hier als Ingenieurin arbeitet. Auch Mohammed Altarabishi wurde persönlich von Tim Kurzbach als Neubürger begrüßt, er kam im Jahr 2015 als Flüchtling aus Syrien nach Deutschland. Beide Neubürger legten ein Gelübde auf die Einhaltung des Grundgesetzes und der Gesetze Deutschlands ab.

Nach der Nationalhymne spielten die Bergischen Symphoniker mit ihrem Dirigenten Daniel Huppert eine Ouvertüre von Wolfgang Amadeus Mozart und eine Sinfonietta des Franzosen Francis Poulenc. Im Mittelpunkt der Musik stand aber ein Konzert für Akkordeon und Orchester von Bernhard Molique, einem deutschen Komponisten der Romantik. Der virtuose Auftritt des jungen und bereits mehrfach preisgekrönten Akkordeonisten Maciej Frackiewicz löste im Publikum großen Jubel aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen

Kommentare