Zustand des Wasserrads macht Sorgen

Wipperkotten: Neue Messer-Edition soll Reparatur ermöglichen

Reinhard Schrage, Vorsitzender des Fördervereins Wipperkotten, freut sich über die gelungene Messer-Edition. Foto: Christian Beier
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Reinhard Schrage, Vorsitzender des Fördervereins Wipperkotten, freut sich über die gelungene Messer-Edition.

Seit 25 Jahren gibt es den Förderverein Wipperkotten – aktuell bereitet der Zustand des Wasserrads große Sorgen

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Reinhard Schrage und seine Vorstandskollegen vom Förderverein Wipperkotten machen sich Sorgen: Das Wasserrad muss erneuert werden und durch das Corona-Jahr ohne Feste, Führungen und den Shop fehlen rund 30 000 Euro in der Kasse. Zwar sei das Rad erst 21 Jahre alt. Aber dadurch, dass es nicht mehr täglich in Betrieb sei und dadurch nicht dauerhaft nass, seien Schaufeln wie Welle und Radkranz marode, stellenweise abgefault.

„Ohne Wasserrad ist der Wipperkotten nicht vollständig, irgendwie kernlos.“
Reinhard Schrage, Vorsitzender des Fördervereins Wipperkotten

Schon vor dem Beginn der Pandemie hatte sich der Verein mit diesem Thema befasst und Experten zur Begutachtung eingeladen und Förderanträge an verschiedene Stiftungen und Verbände geschrieben. „In diesem Jahr sollte das Projekt angegangen werden, die ersten zwei Schaufeln haben sich schon gelöst und sind offenbar unbemerkt abgeschwemmt worden,“ erläutert Schrage die Dringlichkeit zu handeln. Ohne Wasserrad sei der Wipperkotten nicht vollständig, irgendwie kernlos und es fehle damit an Flair, sagt er.

Soweit solle es nicht kommen. Trotz der coronabedingt gedrückten Stimmung und wegen des 25. Vereinsgeburtstags – Gründungstag war der 27. Januar 1997 – wurde jetzt eine besondere Messerserie produziert. Federführend war Mitglied Jens Priesnitz dafür verantwortlich. „Der Verkauf dieser edlen Schneidwaren soll uns helfen, den Eigenanteil am neuen Wasserrad stemmen zu können“, sagt Schrage. Er rechnet mit Gesamtkosten von gut 60 000 Euro, schließlich könnten nur besondere Fachfirmen solch einen Auftrag zufriedenstellend ausführen. Wie hoch die Summe sein wird, die der Förderverein am Ende selbst tragen müsse, lasse sich noch nicht sagen, er habe noch keine Antwort auf die laufenden Förderanträge. „Fünfstellig wir das aber allemal“.

Am unteren Ende der Messer-Griffe aus Walnuss-Holz ist das Logo des Vereins eingelassen, bei den größeren wie zum Beispiel beim Brot- oder Buckelmesser wurden Messing-Niete verwendet. Die edlen Stücke zu verkaufen, sei nun eine Herausforderung, denn das ginge in diesen kontaktlosen Zeiten definitiv nur online. „Man kann die auf unseren Seiten im Netz, zum Beispiel auf unserer Homepage oder bei Facebook bestellen“, erläutert Schrage. „Derzeit überlegen wir aber noch, ob wir eine wöchentliche Abholzeit organisieren können.“

Solingen: Hoffnung auf ein Schleiferfest im September

Ob die Corona-Lage zumindest ab dem Spätsommer besser werden wird, wenn viele Menschen geimpft sind und dadurch die Infektionszahlen dauerhaft unten bleiben, müsse abgewartet werden, sagt Reinhard Schrage. Er hofft sehr darauf. Gerade mit Blick auf das Jubiläum des Fördervereins. „Im Idealfall könnten unser Schleiferfest im September und das beliebte Schleifen am nassen Stein stattfinden – die Einnahmen daraus täten uns sehr gut und es wären gute Gelegenheiten, die Geburtstagsmesser live zu verkaufen.“

Messer-Edition: Informationen über den Kotten und die Bestellung der Jubiläums-Messer-Edition gibt es online.

https://schleiferei-wipperkotten.de

oder bei Facebook unter

Förderverein Schleiferei Wipperkotten e.V.

Im vergangenen Jahr hatte der Wipperkotten neue Fenster bekommen.

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