Stresemannstraße

Wintertreff des Walder Bürgervereins kommt an

Mit warmen Getränken und Waffeln fand der Wintertreff an der Geschäftsstelle des Walder Bürgervereins an der Stresemannstraße statt. Susann Borns (von links), Inge Lünenburger-Dismann, Wolfgang Müller und Dagmar Göring nutzen die Chance zum geselligen Austausch. Foto: Christian Beier
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Mit warmen Getränken und Waffeln fand der Wintertreff an der Geschäftsstelle des Walder Bürgervereins an der Stresemannstraße statt. Susann Borns (von links), Inge Lünenburger-Dismann, Wolfgang Müller und Dagmar Göring nutzen die Chance zum geselligen Austausch.

Als Corona-Alternative zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang hatten die Verantwortlichen zu einem Draußen-Treffen eingeladen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Warme Getränke, süße Waffeln oder salzige „Neujährchen“, dazu gute Laune, fröhliche oder ernsthafte Gespräche sowie Informationen: Der „Wintertreff“, zu dem der Walder Bürgerverein in diesem Jahr an Stehtische vor seiner Geschäftsstelle an der Stresemannstraße eingeladen hatte, kam bei den Waldern gut an. Von 11 bis 14 Uhr herrschte reges Kommen und Gehen, dem grauen Januar-Nebel inklusive Nieselregen zum Trotz. Unter den aufgestellten Schirmen blieb man trocken.

„Der Neujahrsempfang des Vereins, wie er vor der Pandemie üblich war, nämlich im Walder Kotten an gemütlichen langen Tischen sitzend, war in diesem Jahr nicht möglich“, sagte Inge Lünenburger-Dismann, die stellvertretende Vorsitzende des Walder Bürgervereins. „Deshalb geben wir heute allen Interessierten Gelegenheit, einfach mal vorbeizuschauen, nicht nur den Vereinsmitgliedern.“

Bislang sei der Verein ganz gut durch die Pandemie gekommen, sagt Lünenburger- Dismann. „Wir haben uns bei den Veranstaltungen viel einfallen lassen, was mit den aktuell geltenden Regeln vereinbar war, zum Beispiel einiges ins Freie verlegt oder die Personenzahl des Publikums eingeschränkt. Dennoch mussten und müssen auch wir viel absagen beziehungsweise nach hinten verschieben.“ Jüngstes Beispiel sei das „Kölsche“ Konzert der Desperados, das für den 28. Januar geplant war. „Es sind Bandmitglieder infiziert, folglich haben wir nun einen Ersatztermin im Frühling ausgeguckt.“

Die ersten Bienenhotels sind aufgestellt

Die Segel gestrichen hat der Walder Bürgerverein durch Corona ganz und gar nicht. Geradezu unermüdlich wurden neue Ideen geschmiedet, die weit über das Organisieren von Konzerten oder anderen Kulturveranstaltungen hinaus gingen. „Federführend ist der Verein etwa an den Stadtteil- Bienenhotels beteiligt, die nach und nach ihre Plätze in Wald finden sollen. Das erste steht im Stadtpark, zwei weitere sollen folgen. „Wir sind da in enger Verbindung mit Fachleuten, zum Beispiel Dr. Jan Boomers von der Station Mittlere Wupper, der uns berät“, so die stellvertretende Vorsitzende. Schließlich müsse ja auch für „Futter“ in unmittelbarer Umgebung gesorgt werden, etwa in Form eines Blühstreifens. Deshalb gebe es das an der Poststraße vorgesehene Bienenhotel noch nicht.

Die „Walder Nachrichten“, die vierteljährlich erscheinende Hauszeitung des Bürgervereins, werde künftig nicht nur an bekannte Adresse verschickt, sondern wird an verschiedenen Stellen im Stadtteil in Acrylglaskästen zum Mitnehmen bereit liegen. Kommunikation und Information werden beim Walder Bürgerverein großgeschrieben, der in Corona-Zeiten sogar einen Mitgliederzuwachs verzeichnen kann. „Da freuen wir uns sehr drüber, gerade weil wir auch nun verstärkt jüngere Leute in unseren Reihen haben“, sagt Hans Mewes, ein Urgestein in der rund 30 Köpfe starken Aktivengruppe des Vereins.

Trotz Corona war auch immer wieder die Senioren-Rikscha von Ulrich Dibbert im Einsatz, die ebenfalls an den Walder Bürgerverein angebunden ist. Inzwischen habe Dibbert einen kleinen Pool an Fahrern, so dass er mehr und flexiblere Termine für Fahrten mit dem Fahrrad-Transportmittel anbieten könne, so Mewes.

Aktuell in Arbeit ist ein Buchprojekt. „Wir haben 45 Autoren, die zumeist historisch angehauchte Texte über ihren Stadtteil geschrieben haben“, berichtet Hans Mewes. „Da ist ein buntes Vielerlei an Erzählweisen, Umfängen und Themen zusammen gekommen, außerdem viele spannende Fotografien.“

Wann das Ganze druckreif sei, könne er noch nicht absehen. Noch sei man sozusagen in der Lektoratsphase. Aber im Laufe des nun begonnenen Jahres rechne er fest mit dem Erscheinen.

Walder Bürgerverein

Der Zweck des Walder Bürgervereins ist es, kulturelle Bestrebungen sowie Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz zu fördern, sowie Brauchtum zu pflegen. Dafür legt der Verein Wert auf eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit im Stadtteil und darüber hinaus. Neben der Geschäftsstelle im „Walder Schlauch“ betreibt der Bürgerverein auch den Kultur-Kotten, der sich am Locher Kotten befindet. Dort finden – lässt es das Pandemie-Geschehen zu – regelmäßig Konzerte statt. Am 18. und 19. Februar ist ein Doppelkonzert der Solinger Band Downtown um Sänger Hermann Daun in der historischen Kulisse geplant.

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