Bühne

Willibert Pauels bringt Hoffnungsgeschichten nach Ohligs

Willibert Pauels, so wie man ihn kennt. Die Lesung in Ohligs fand in Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid statt. Foto: Christian Beier
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Willibert Pauels, so wie man ihn kennt. Die Lesung in Ohligs fand in Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid statt.

Der Bergische Jung unterhielt das Publikum im Pfarrgarten von St. Joseph.

Von Wolfgang Günther

Diakon, Kabarettist und als Bergischer Jong erfolgreich als Büttenredner – das sind nur einige Facetten des Kölners Willibert Pauels. Am Sonntagnachmittag kam er zu einer Lesung vor gut hundert Besuchern in den Pfarrgarten von St. Joseph in Ohligs. Clevere Gäste hatten eigene Stühle mitgebracht, oder breiteten ihre Picknickdecken aus.

Pauels hatte sein neues Buch „Unseren täglichen Trost gib uns heute“ im Gepäck. Aber erst einmal improvisierte er frei weg aus seinem Repertoire. Er zog den geschlechterbewussten Sprachgebrauch des Genderns durch den Kakao, und machte sich über fanatische Ideologen und Fanatiker lustig. „Solche Menschen können einfach nicht über sich selbst lachen, das ist ihr Problem“, stellte er fest. Bei seinen Witzen nimmt er die Politik nicht aus, und vor allem auch nicht seine Kirche.

Pauels wurde 1993 zum katholischen Diakon geweiht, und ist fest in seine Kirche eingebunden. Das hindert ihn aber nicht, sie ebenfalls durch den Kakao zu ziehen und die Missstände in seiner Kirche zu persiflieren. Dabei macht er auch vor den höchsten Würdenträgern keinen Halt. „An Kardinal Meisner habe ich mich oft gerieben, aber er hat nie eingegriffen, mich nie gemaßregelt“, erinnerte sich Pauels. Zum heutigen Kölner Kardinal Woelki wollte er sich nur mit ein, zwei Bemerkungen äußern.

Zwei der zwölf Geschichten aus seinem neuen Buch las Pauels vor. Darunter die seines Vaters aus dem Zweiten Weltkrieg. „Er hat mir von seiner Weltanschauung erzählt, mich mit seinem Glauben an Gott inspiriert, und mir die Grenze zwischen Gut und Böse aufgezeigt“, erzählte Pauels. Das Kölsche Original unterhielt seine begeisterten Gäste an diesem Nachmittag mit seiner leichten Ironie und seinem feinen Humor.

Aber er versorgte die Besucher auch mit einem Rüstzeug an Moral, Trost, Glaube und vor allem Liebe.

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