Corona-Krise

SPD will Nachhaltigkeit digital diskutieren

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Wolfgang Schreiber organisierte die Diskussion in seinem Arbeitszimmer via Zoom. Foto: Christian Beier
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SPD-Fraktionsgeschäftsführer Wolfgang Schreiber organisierte die Diskussion in seinem Arbeitszimmer via Zoom.

Zukunftsdiskurs findet online statt.

Von Timo Lemmer

Solingen. SPD goes Internet: Weil die aktuellen Umstände Präsenzveranstaltungen nicht zulassen, diskutierten die Solinger Sozialdemokraten ihren Zukunftsdiskurs mit Fachreferenten diesmal online. „Krisen sind immer auch Innovationstreiber“, meinte die Vorsitzende der Ratsfraktion Iris Preuß-Buchholz zur Eröffnung, „und daher freuen wir uns über die erste digitale Konferenz.“ Die hatte das Thema Nachhaltigkeit als Überschrift. Als Gastredner aus den eigenen vier Wänden waren Prof. Stefan Lechtenböhmer vom Wuppertal Institut, Dr. Oliver Emmons von der Hans-Böckler-Stiftung und Dirk Kannacher, Vorstand der GLS-Bank, dabei.

Das Format, das auf die gängigen Videoplattformen übertragen wurde, offenbarte dabei rasch Fallstricke und Vorteile digitaler Konferenzen. Der Impulsvortrag von Prof. Lechtenböhmer war aufgrund intensiven Halls nur schwer zu verstehen – bei den folgenden Referenten lief es dann besser. Dafür sparten sich alle Teilnehmer teils weite Anreisen, was sich wunderbar mit dem Thema des Abends verknüpfen ließ.

Nach der 75-minütigen Veranstaltung bilanzierte die gastgebende SPD-Ratsfraktion in Person von Wolfgang Schreiber: „In Zeiten der Digitalisierung ist längst auch die politische Kommunikation im Wandel, die Corona-Krise hat das jetzt dramatisch beschleunigt. Alle werden aber noch viel lernen müssen.“ Nicht nur, aber auch technisch.

Die erfreuliche Message für den Veranstalter: Alleine auf der Video-Plattform Youtube registrierte die SPD in den ersten dreieinhalb Stunden – die Veranstaltung war sowohl live zu beobachten als auch im Nachhinein abrufbar – 164 Zugriffe. „Damit haben wir mehr Besucher als bei einer Veranstaltung üblich. Lernen müssen wir aber auch, dass die Zuschauer im Internet zum Beispiel ein- und aussteigen.“

Inhaltlich ging es den drei Referenten darum, aus ihren individuellen Blickwinkeln zu beschreiben, wie das Thema Nachhaltigkeit wirtschaftlich und gesamtgesellschaftlich angegangen werden muss. Klimaschutz sei ein zentraler Innovationstreiber für die europäische Grundstoffindustrie und NRW könne hierbei eine Schlüsselrolle zukommen, analysierte Prof. Lechtenböhmer. Ein Paradigmenwechsel der Industriepolitik sei durchaus eingeleitet. Dr. Emons verwies darauf, dass Nachhaltigkeit aus drei Säulen bestehe: Ökologie, Ökonomie und Soziales – letztere Säule werde immer wieder vergessen: „Dadurch wackelt dann das gesamte Gebäude Nachhaltigkeit.“

SPD-Mann Schreiber bilanzierte: „Die Ausführungen der Referenten waren eine klare Bestätigung des Weges in Solingen mit dem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept.“ Schade: Das ließ sich im Anschluss nicht mehr wie gewohnt im Plenum diskutieren.

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