Familienzeit

Wie unsere Verständigung nachhaltiger werden kann

Die bergischen Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Uwe Schneidewind und Burkhard Mast-Weisz (v. l.) diskutierten mit Isabel Riedel (2. v. l.) vom Forum „Globale Verantwortung und eine Welt“ sowie mit Sophia Merrem, Regionalpromotorin Bergisches Land, über das Thema „Globalen Wandel lokal gestalten“
+
Die bergischen Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Uwe Schneidewind und Burkhard Mast-Weisz (v. l.) diskutierten mit Isabel Riedel (2. v. l.) vom Forum „Globale Verantwortung und eine Welt“ sowie mit Sophia Merrem, Regionalpromotorin Bergisches Land, über das Thema „Globalen Wandel lokal gestalten“

Serie thematisiert heute das Prinzip der gewaltfreien Kommunikation.

Von Daniela Neumann

Solingen steht mit den anderen Städten und Kreisen vor einer Herausforderung: Globalen Wandel lokal gestalten. So lautete das Thema der offenen Diskussion mit den drei bergischen Oberbürgermeistern Ende Oktober in Wuppertal. Tim Kurzbach sprach als Vertreter der Klingenstadt von der Erkenntnis, dass es Mut braucht, eigene Fehler zu erkennen, um dann anzufangen, etwas zu verändern. Helfen könnten vorhandene Beispiele, die möglichst viele kennenlernen. „Wir sind alle gemeinsam dafür verantwortlich, dass es uns gut geht“, betonte er. Dazu stellte er die Frage nach der Verständigung darüber.

Wie kann also das Zusammenspiel von Freiheit und Verantwortung für uns gelingen? Im Kleinen wie im Großen gibt es Ansätze, die in der Kommunikation liegen. Was immer mehr Menschen in Institutionen, Firmen und Familien lernen, ist die so genannte gewaltfreie Kommunikation.

„Gewaltfreie Kommunikation hat zum Ziel, die Anliegen aller Menschen zu berücksichtigen und so zu einem friedlichen Miteinander beizutragen“, heißt es auf der Internetseite des deutschen Fachverbandes in Berlin. Hintergrund ist das Wissen darum, dass alle Bedürfnisse haben. Nun geht es darum, diese aktuell gegenseitig zu äußern und einzuordnen. Was wir lernen können, ist die Art. Der Verband gibt ein Beispiel. Statt „Sie sind aber unfreundlich“, könnte es sich dann so anhören: „Ich habe auf meine Fragen jetzt dreimal ein „nein“ gehört. Ich bin irritiert, weil ich gerne verstehen würde, was los ist. Sagen Sie mir bitte, was Sie brauchen, um in dieser Sache weitergehen zu können?“.

Bezogen auf den Umwelt-Check können wir wie folgt vorgehen. Erster Schritt: Ich beschreibe die Situation – sachlich, ohne Wertung, ohne Interpretation. Also nicht „Ich sehe Wut bei Dir“, sondern „Ich sehe, dass Du die Stirn in Falten legst“. Beispiel: Ich höre ein Auto neben mir und rieche etwas, was mich die Nase kräuseln lässt. Zweiter Schritt: Ich beschreibe, was ich dabei in mir wahrnehme.

Beispiel: Ich fühle mich angespannt und traurig. Dritter Schritt: Ich beschreibe, warum; also welches Bedürfnis dahinterliegt. Beispiel: Ich möchte auf meinem Weg in die Stadt das Gras riechen, saubere Luft atmen. Vierter Schritt: Bitte äußern. Beispiel: Bitte lasst uns schauen, wie wir das umsetzen können. Das Gegenüber möchte da womöglich schnell in die Stadt. Und so wird abgeglichen, was gerade zählt und was längerfristig.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Praxen und Kinderklinik in Solingen sind voll
Praxen und Kinderklinik in Solingen sind voll
Praxen und Kinderklinik in Solingen sind voll

Kommentare