Umwelt-Check

Mehrwegbecher fördern Achtsamkeit: So funktioniert´s

Diese Woche sprach Referent Daniel Viebach im VHS-Forum über „Nachhaltig leben – (wie) geht das?“.
+
Diese Woche sprach Referent Daniel Viebach im VHS-Forum über „Nachhaltig leben – (wie) geht das?“.

Mit den folgenden Strategien können wir nachhaltiger und gleichzeitig achtsamer leben.

Von Daniela Neumann

Solingen. Mit einem anschaulichen Beispiel ging Daniel Viebach am Montag in seinen Vortrag. Der Referent sprach im Forum der Bergischen Volkshochschule (VHS) an der Mummstraße über die Frage „Wie lebe ich nachhaltig?“. Dazu hielt er einen Mehrwegbecher aus Porzellan für unterwegs hoch. Klar ist dieser „nachhaltiger“ als Einmal-Wegwerfprodukte.

Der springende Punkt dahinter sei jedoch, stellte er im Dialog mit dem Publikum fest: Nachhaltiges Handeln ist eher, den Kaffee darin in Ruhe beziehungsweise im Sitzen zu genießen. Als Pause. Oder zu fragen, ob er überhaupt nötig ist, ob es nicht anderes Wohltuendes gibt. Es geht beim Thema nachhaltiges Leben also im Grunde an der Wurzel um unsere Lebensweise. Die hinterfragen kann nur, wer sich aktuell keine existenziellen Sorgen in seinem Leben machen muss. Darum ist das Thema so schwer, denn selbst denjenigen, denen es okay geht, fällt es natürlich schwer, lange genutzte Gewohnheiten in Frage zu stellen.

Hier hat Daniel Viebach die Achtsamkeit entdeckt und stellt sie in seiner Tätigkeit als Lehrer dafür vor. Hauptberuflich arbeitet er in einer psychosozialen Einrichtung in Wuppertal, fachlich ist er Bildungswissenschaftler. Im VHS-Forum stellte er kompakt sein „Leib- und Magenthema“ vor – „Nachhaltig leben – (wie) geht das?“

Dazu identifizierte er drei Herausforderungen im Umgang mit unseren Ressourcen, unseren Grundlagen: ökologisch (Angebot), sozial (Verteilung), ökonomisch (Nutzung). Nach dem erstmaligen Prägen und Füllen des Begriffs Nachhaltigkeit durch den Forstfachmann Hans Carl von Carlowitz 1713 habe es seit den 1960er Jahren immer mehr Erkenntnisse für unsere globale Gesellschaft dazu gegeben, erklärte Viebach mit Stichpunkten. Nachhaltige Entwicklung definierte er schließlich als Prozess von Veränderung zu Umweltschutz und Gerechtigkeit. Letzteres bedeute gleiche Lebenschancen für alle – in unserer Generation und für künftige Generationen.

Durch eine Grafik zeigte er: Gesunde Ökonomie und gesundes Sozialleben hängen von gesunder Umwelt ab. Hier fehle es an Netzwerk bis in die Politik, hier helfe jeder Schritt, auch der kleine von Einzelnen. Mit folgenden Strategien: mehr aus weniger, Kreisläufe, Qualität statt Quantität, Lebensdauer, Bildung. Dazu gehören zwei Leitfragen im Angebots-Dschungel: Was und warum konsumiere ich? Und: Was brauche ich?

Alles zu Nachhaltigkeit in Solingen

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen

Kommentare