Umwelt-Check

Wie eine alte Schleiferei zu einem Ort der Nachhaltigkeit wird

Mit Baum und Bilderbuchkino, Basteln und Proviant zeigte sich die Loosen Maschinn in weihnachtlichem Licht.
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Mit Baum und Bilderbuchkino, Basteln und Proviant zeigte sich die Loosen Maschinn in weihnachtlichem Licht.

Kurz vor Weihnachten gab es in der Loosen Maschinn eine Aktion mit lokalen Angeboten.

Von Daniela Neumann

Solingen. Nachhaltiges und überdauerndes Handeln hat viele Dimensionen. Ein Aspekt ist das gemeinsame Tun in einem Wirkungskreis. Ein Beispiel dafür habe ich diesen Monat in dem Stadtteil erlebt, in dem ich wohne. Im Solinger Bezirk Burg/Höhscheid, genauer in der Ortschaft Widdert, liegt die ehemalige Dampfschleiferei Loosen Maschinn.

Durch den Landwirt Ernst Loos wurde sie nach Erbauung 1888 eine der größten im heutigen gesamten Solinger Gebiet, informiert das LVR-Industriemuseum. Benannt ist sie nach ihrem Initiator („dem Loos seine Maschine“). Bis 1990 war die Dampfschleiferei in Betrieb, nach Sanierungsarbeiten beherbergt das Gebäude jetzt neben Wohn- und Gewerberäumen Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen. Hier hat der Förderverein Industriemuseum Solingen eine neue kleine Reihe gestartet: After Work, auf Deutsch „Nach der Arbeit“. Schon lange in der Gegend wohnende und neu hinzugezogene Leute und Familien erhalten so ein nahes Angebot und lernen etwas über ihren Umkreis und die Menschen, die hier agieren.

Am 1. Dezember hieß das Motto Weihnachten, und dafür gab es eine Kooperation mit der Stadtbibliothek sowie Widderter Aktiven. Fiona Roehlen und Yvonne Picard von der Kinder- und Jugendbibliothek hatten das Bilderbuchkino mit der Geschichte um Dr. Brumm und seine Freunde auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum mitgebracht. Vom lokalen Bauernhof Conrads stand da schon der große Weihnachtsbaum funkelnd in der Loosen Maschinn. Schmuck aus selbst ausgeschnittenen Sternen hatten die rund 20 Kinder nach Belieben ergänzt.

Sie hatten durch etwas Werbung, etwa über die Schule wie bei uns, von der Veranstaltung erfahren. So konnten sich befreundete kleine Weihnachtsfans zusammentun, um die Atmosphäre und einen Spaziergang in der Dämmerung vorher oder mit Taschenlampe nachher zu genießen. Gestärkt wurden sie durch den nahen Bioladen Fenten mit Fruchtpunsch und Gebäck.

Für begleitende Eltern oder Großeltern wurde die Veranstaltung zu einem Moment des inniglichen Beobachtens und Erlebens, sofern sie noch Platz fanden. Und im Austausch erzählten manche Kleine anderen, dass sie gelernt hatten, dass an diesem Ort früher Messer und Scheren geschliffen wurden. Damit schloss sich der Kreis vom Ausschneiden zum Weg der Schere – und zum Wissen, dass es darüber auch in der Bibliothek Infos gibt.

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