Sommerfest

So war das Museumsfest im Klingenmuseum

Sommerfest am Deutschen Klingenmuseum Solingen.
+
Sommerfest am Deutschen Klingenmuseum Solingen.

Viel Hilfe durch Nachbarn und Freiwillige, beste Stimmung – aber weniger Besucher als erhofft. Piratenfest in Planung.

Von Andreas Römer

Solingen. Am Samstag luden das Deutsche Klingenmuseum und der Verein „Freunde des Deutschen Klingenmuseums“ gemeinsam zum Sommerfest im Museumshof ein. Pandemiebedingt lag es lange zurück, dass man sich gemütlich zu Speis und Trank zusammenfinden konnte. Mehrere Hundert Gäste folgten der Einladung und besuchten das „klingende Museumsfest“.

„Für uns ist das ein ganz wichtiger Termin“, sagt Franz Haug, Vorsitzender der Freunde des Klingenmuseums. „Es ist ein Zeichen, dass der Verein und das Museum das gemeinsam präsentieren können“, so Haug weiter.

Denn ohne die Unterstützung und das vom Verein gesammelte Spendengeld gehe es ja gar nicht mehr. Selbstverständlich hoffe er ganz nebenbei, den einen oder die andere als neues Mitglied im Verein begrüßen zu können.
Lesen Sie auch: Tausende Porzellanteile für die Lutherkirche

„So ein Fest zeigt allen, dass ein Museum ein lebendiger Ort ist“, ergänzte Museumsleiter Dr. Sixt Wetzler. Natürlich hoffte auch er mit freiem Eintritt, kostenlosen Führungen und einigen Mitmachaktionen neue Fans und Interessenten für sein Museum zu finden. „Hier kann man selbst etwas schmieden – solche Aktionen machen doch ein Museum aus.“

Haug und Wetzler stimmten überein, dass das Klingenmuseum ein wesentlicher Identifikationsfaktor für die Stadt Solingen ist. Das „klingende Museumsfest“ sei aber vielmehr ein Nachbarschaftsfest. Beide dankten dem Heimatverein Gräfrath, den Pfadfindern und Messdienern der Gemeinde St. Clemens sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern. „Ohne die örtliche Unterstützung wäre so ein Fest gar nicht zu stemmen“, zeigten sich Museumsleiter und „oberster Freund“ des Museums einig.

So gab es für kleines Geld Kuchen, Reibekuchen oder Bratwurst, Kaffee und Kaltgetränke. Allerdings haderte Franz Haug ein wenig mit dem ausgewählten Termin. „Durch das lange Wochenende mit Brückentag sind sicher einige weggefahren und kommen nicht zu unserem Fest“, sagte er.

Und dass das Thermometer über die 30-Grad-Marke steigen würde, hatte auch niemand erwartet. „Das hätte nach den Vorhersagen aber noch schlimmer sein können“, war Sixt Wetzler gar nicht unzufrieden. Mit dem Wind und im Schatten der mächtigen Rotbuche im Hof sei es doch ganz gut auszuhalten.

Ganz egal waren Daniel Niederau die Temperaturen. Der Schmied stand an der Esse – und da war es dann noch ein ganzes Stückchen heißer als draußen oder am Grill. Niederau schmiedete mit Kindern oder Familien ein kleines Messer, wie er es aktuell fast jedes Wochenende im Museum macht. Auch er fand, dass weniger los war, als vielleicht erwartet wurde. Ihm habe es trotzdem Spaß gemacht, besonders, wenn er Eltern und Kinder bei ihren ersten Versuchen mit Hammer und Amboss anleiten kann.

Alle Kinder – und die Eltern – dürfen sich in diesem Jahr auch wieder auf das Piratenfest im Klingenmuseum freuen. Es soll im Oktober über die Bühne gehen.

Musikprogramm

Für eine besondere Atmosphäre hatte zu Beginn die Dudelsackgruppe Wupper District Pipe Band gesorgt. Ab 18 Uhr sangen dann die Chöre aus der Kirchengemeinde St. Clemens: Den Anfang macht der Kinderchor „Simply Go(o)d“, gefolgt vom Jugendchor „In Time“ – bevor „Kreuzfidel“ übernahm. Den Höhepunkt bildete der Abschluss, als alle Chöre gemeinsam den Ohrwurm „Thank you for the music“ sangen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ausgefallene Displays: Keine Infos für Fahrgäste
Ausgefallene Displays: Keine Infos für Fahrgäste
Ausgefallene Displays: Keine Infos für Fahrgäste
Festival „Pow Wow You“ ist Startrampe für Karrieren
Festival „Pow Wow You“ ist Startrampe für Karrieren
Festival „Pow Wow You“ ist Startrampe für Karrieren
MTV investiert 600.000 Euro für moderne Sportstätten
MTV investiert 600.000 Euro für moderne Sportstätten
MTV investiert 600.000 Euro für moderne Sportstätten
Digitalisierung: Solingen erfindet sich neu
Digitalisierung: Solingen erfindet sich neu
Digitalisierung: Solingen erfindet sich neu

Kommentare