Forum Gesundheit

So wichtig ist Vorsorge beim Auge

Experten informierten in der voll besetzten Personalcafeteria des Klinikums zum Thema Augenerkrankungen: (v.l.) Dr. Kadir Kocadag, Dr. Harun Akgül, Simone Theyßen-Speich (ST), Jutta Hullerum und Dr. Barbara Schaperdoth-Gerlings. Foto: Uli Preuss
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Experten informierten in der voll besetzten Personalcafeteria des Klinikums zum Thema Augenerkrankungen: (v.l.) Dr. Kadir Kocadag, Dr. Harun Akgül, Simone Theyßen-Speich (ST), Jutta Hullerum und Dr. Barbara Schaperdoth-Gerlings.

Zum jüngsten Forum Gesundheit von ST und Klinikum kamen rund 120 Zuhörer. Unter anderem ging es um Netzhauterkrankungen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Eindringlich appellierte Dr. Harun Akgül, bei einem Lebensalter über 50 einmal im Jahr beim Augenarzt eine Kontrolle des Augenhintergrunds durchführen zu lassen. In frühem Stadium entdeckt, sei eine Regeneration der Makular (der zentralen Stelle der Netzhaut) noch möglich. Zumindest könne man das Fortschreiten der Erkrankung sehr verlangsamen, wenn nicht sogar stoppen. „Wenn man mit einem Arztbesuch wartet, bis man unübersehbare Beschwerden hat, ist die Zerstörung des Gewebes meist so weit vorangeschritten, dass man mit einer irreversiblen Einschränkung des Sehvermögens rechnen muß“, betont Akgül.

Der niedergelassene Augenarzt vom Augenzentrum am Klinikum saß gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Kadir Kocadag als Experte auf dem Podium der jüngsten Ausgabe der Informationsreihe „Forum Gesundheit“, das das ST seit Jahren in Kooperation mit dem Klinikum Solingen durchführt.

Wieder einmal mussten die Organisatoren der Veranstaltung noch zusätzliche Stühle herbeischaffen: Das jüngste Thema „Augenerkrankungen“ mit dem Schwerpunkt auf die Bereiche Netzhaut und Sehnerv lockte rund 120 Interessenten in die Personalcaféteria des Klinikums.

Vier Experten stellten in gut verständlichen Kurzreferaten zunächst ihren medizinischen Schwerpunkt vor, bevor es dann in eine lebhafte Frage-Antwort-Runde mit dem Auditorium ging. Jutta Hullerum, Diabetologin der Inneren Klinik, erläuterte den Zusammenhang zwischen der „Zuckerkrankheit“ und der Schädigung der Netzhaut. „Die Gefäßveränderungen durch Ablagerungen, die bei Diabetes bekannt sind, betreffen auch die feinen Gefäße am Auge.“ Auch Einlagerungen in der Linse seien zu beobachten. Allerdings: „Nicht jeder Diabetiker ist unbedingt betroffen.“

Warum manche Zucker-Patienten auch nach Jahren keine Probleme mit dem Sehen hätten, andere mit viel geringeren Messwerten aber nennenswerte Schädigungen an der Makula aufwiesen, sei nicht bekannt. „Da gibt es noch keine bekannten Zusammenhänge.“ Auch Jutta Hullerum riet zur regelmäßigen Vorsorge. „Der jährliche Gang zum Augenarzt sollte für Diabetes-Mellitus-Patienten selbstverständlich sein.“

Lupen können das Lesen erleichtern

NÄCHSTE TERMINE

28. APRIL Krebs, Demenz, Schlaganfall – Wie pflege ich kranke Angehörige? 16. JUNI Inkontinenz bei Frau und Mann 

ALLE TERMINE um 18 Uhr in der Personalcafeteria des Klinikums.

Dr. Barbara Schaperdoth-Gerlings, Leiterin der Seh-Ambulanz der Essener Uni-Klinik, hatte Ratschläge und Anregungen mitgebracht für Patienten, deren Augenlicht bereits massiv eingeschränkt ist. Spezielle Lupen etwa können das Lesen erleichtern: In Kombination mit einer Lampe sind sie auch für abendliche Stunden einsetzbar. Spezielle Lesegeräte schaffen eine bis zu 50-fache Vergrößerung, so dass „selbst extrem sehbehinderte Menschen ihre Post wieder selber lesen können“. Es gebe auch „Vorlese-Apps“ für Smartphones, die etwa im Straßenverkehr hilfreich sein könnten.

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