Nachgehakt

Wetter trübt Bilanz der Solinger Weihnachtsmärkte

Mit Schirmen ausgestattet ließen sich die Besucher die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald nicht verderben. Foto: cb
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Mit Schirmen ausgestattet ließen sich die Besucher die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald nicht verderben.

Veranstalter hätten sich teilweise mehr Besucher gewünscht, sind aber insgesamt mit dem Zulauf zufrieden.

Von Kristin Dowe

Im Großen und Ganzen ist Frank Decker zufrieden, wenn er auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte zurückblickt. Rund vier Wochen bis einschließlich 22. Dezember hatte sein Budendorf auf dem Mühlenplatz geöffnet. „Wir waren angenehm überrascht, dass der Markt trotz des Wetters gut besucht wurde. Auch wenn es für Glühwein teilweise viel zu warm war“, bedauert der Veranstalter. „Kik, Rossmann und Tedi sind ja wieder geöffnet, und so ist etwas Leben in die Clemens-Galerien zurückgekehrt. Davon haben die Händler in diesem Jahr profitiert.“

Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe der Markt sich so zum Positiven verändert. Schon jetzt lägen zwei Anmeldungen für das nächste Budendorf in 2020 vor. „Wir werden voraussichtlich noch ein Stückchen vor den ehemaligen Kaufhof ziehen“, so Decker. Diesmal wartete der Weihnachtsmarkt in der City mit 16 Buden auf.

Viel Weihnachtslust, aber auch etwas Wetterfrust gab es auch auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald in Gräfrath, berichtet Anke Peters von der veranstaltenden Wuppertaler Agentur Open Mind Management Service. „Leider hatten wir an vier von sechs Tagen Regen, was natürlich etwas schade war.“ Das Feuer in den Fackelkörben auf dem Gelände mussten die Organisatoren somit etwas häufiger neu entfachen.

Der Shuttle-Bus der Linie 683, der die Gäste von der Haltestelle Dycker Feld quasi bis vor die Schlosspforte brachte, sei gut angenommen worden, berichtet Peters. „Einige Besucher monierten, dass sie die Wiese an der Lützowstraße nicht wie in den Vorjahren als Parkplatz nutzen konnten. Aber das war wegen des schlechten Wetters einfach nicht möglich.“

Im kommenden Jahr soll der Romantische Weihnachtsmarkt auf alle vier Adventswochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag ausgedehnt werden, berichtet Anke Peters. Denn der stimmungsvolle Markt auf dem Schlossgelände mit dem reichhaltigen Angebot an Kunsthandwerk erfreue sich jedes Jahr großer Beliebtheit. „Die beteiligten Händler wechseln öfters von einem Wochenende auf das andere.“ So herrsche immer eine gewisse Fluktuation auf dem Markt, um den Besuchern genügend Abwechslung zu bieten. Peters: „Viele kaufen dort noch ein Weihnachtsgeschenk auf den letzten Drücker.“

Ebenfalls eine durchwachsene Bilanz zieht Timm Kronenberg für den Weihnachtsdürpel, der vom 8. bis 10. Dezember in Ohligs stattfand: „Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass sich das Wetter nicht an den Besucherzahlen bemerkbar gemacht hat“, räumt der Veranstalter ein. Im Gegensatz zum verregneten Freitag sei der Samstag ein sehr besucherstarker Tag gewesen. „Von ein paar Regentropfen lassen die Ohligser sich zum Glück nicht vom Feiern abhalten.“ Auch Kronenberg habe schon Anmeldungen für das kommende Jahr vorliegen: „Wir suchen noch einen Reibekuchenstand.“

Kulinarisches Angebot war bei Besuchern gefragt

Ähnlich optimistisch gibt sich Wolfgang Müller, Vorsitzender des Bürgervereins Wald, der zeitgleich mit dem Weihnachtsdürpel einen Weihnachtsmarkt in Wald ausgerichtet hatte. Besonders das kulinarische Angebot habe bei den Besuchern gefruchtet: „Vom Bürgerverein hatten wir jeweils einen Stand mit Glühwein, Bratwurst und Grünkohl. Wir waren ausverkauft“, sagt Müller zufrieden. Auch für das Kinderkarussell, das sich in diesem Jahr zwischen der Kirchtreppe und dem „Bücherwald“ befand, hätten die Veranstalter einen guten Standort gefunden. „Das war die richtige Entscheidung.“

Weitere Weihnachtsmärkte gab es in diesem Jahr in Aufderhöhe, organisiert vom Diakonischen Werk Bethanien, am Fronhof (Werbe- und Interessenring Solinger Innenstadt – W.I.R.) sowie in der Werkstatt der Lebenshilfe im Südpark.

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