Wieder-Eingemeindung

Wermelskirchener streiten über Höhrath

Im Örtchen Höhrath wird derzeit heftig über eine Wieder-Eingemeindung nach Wermelskirchen diskutiert. Foto: Christian Beier
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Im Örtchen Höhrath wird derzeit heftig über eine Wieder-Eingemeindung nach Wermelskirchen diskutiert.

Es soll Gespräche mit der Solinger Stadtverwaltung geben.

Von Anja Carolina Siebel

Das Örtchen Höhrath an der Grenze zu Wermelskirchen ist derzeit ein bisschen zum Zankapfel geworden. Das wurde auch im Wermelskirchener Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr deutlich spürbar. Heiß diskutierten die Ortspolitiker dort einen Antrag der Wermelskirchener CDU-Fraktion. Demnach soll die Stadt Wermelskirchen „dem Begehren der Höhrather, die wieder zum Gemeindegebiet Wermelskirchen gehören wollen“, unterstützen. Zudem möge die Stadtverwaltung deshalb das Gespräch mit der Stadt Solingen suchen.

Thema waren unter anderem die möglicherweise anfallenden Kosten für Wermelskirchen. Bei der Gebietsreform in den Siebzigerjahren solle ein siebenstelliger D-Mark-Betrag für die Bereitstellung von Infrastruktur bereitgestellt worden sein, den die Stadt Wermelskirchen bei einer Wiedereingemeindung eventuell zurückzahlen müsste.

Wermelskirchens Bürgermeister Rainer Bleek betonte, dass „solche Schritte ja ganz am Ende der Debatte“ stünden. Zunächst einmal müsse klar sein, was die Mehrheit der Höhrather wirklich wolle. Bisherige Umfragen hätten das nicht deutlich genug herausgestellt. „Zudem zieht ein erneuter Gebietsänderungsvertrag einen solchen Verwaltungsaufwand nach sich, dass ich das vermutlich gar nicht mehr erleben werde.“

Auch die Wermelskirchener SPD plädierte für eine rasche Lösung. Und zwar für die von den Höhrathern vorgebrachten Probleme: Wie berichtet, müssen einige Kinder, die in Wermelskirchen keinen Kitaplatz bekommen, zu einer entfernten Einrichtung nach Solingen fahren. Zudem gebe es Probleme mit dem Schultransport und dem öffentlichen Nahverkehr im Allgemeinen im Dorf.

Mehrheit stimmte für den CDU-Antrag

Deshalb soll nach SPD und Grünen die Stadt Solingen Einigungen für die bestehenden Schwierigkeiten finden. Angezeigt seien rasche Lösungen. Zum Beispiel, was die Schaffung von Kita-Plätzen für Höhrather Kinder auf Wermelskirchener Stadtgebiet angehe.

Stefan Janosi (Grüne) pflichtete der SPD bei: „Hier ist jetzt keine Zeit für Symbolpolitik. Wir möchten den Höhrathern doch möglichst rasch helfen – und nicht erst in Jahrzehnten.“

Mit der Abstimmung über einen Antrag, der die Gebietsänderung einbeziehe, könnte eine Einigung über interkommunale Vereinbarungen möglicherweise schwierig werden, warnte er vor möglichen Folgen eines zu forschen Vorgehens. „Das könnten die Solinger uns übelnehmen.“ Zuerst müsse aber ein eindeutiges Ergebnis aus Höhrath vorliegen, räumte Rainer Bleek ein. Erst dann seien Gespräche zwischen den Städten sinnvoll.

Am Ende stimmte eine Mehrheit der Sitzungsteilnehmer in Wermelskirchen für den Antrag der CDU-Fraktion. Gleichzeitig soll es Gespräche mit der Stadtverwaltung Solingen geben und eine interkommunale Zusammenarbeit erwägt werden. |

In Höhrath schlagen die Wellen derzeit hoch. Grund ist die Diskussion um die Wieder-Eingemeindung nach Wermelskirchen.

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