Mein Leben als Papa

Werder macht endlich Spaß, aber auch in Bochum ist es schön

Bundesliga-Luft auch ohne Karte: Der Werder-Bus kommt.
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Bundesliga-Luft auch ohne Karte: Der Werder-Bus kommt.

ST-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Leben mit seinen Söhnen Hannes (7) und Michel (4).

Als Werder-Fan war die Fußballwelt schon lange nicht mehr so schön. Nach neun Spieltagen hat meine Lieblingsmannschaft als Tabellenfünfter nur einen Punkt weniger auf dem Konto als Dortmund und die großen Bayern.

Eine Momentaufnahme, klar. Aber eine, die ich vor allem wegen Hannes und Michel genieße. Statt Kampf gegen den Abstieg oder Kampf um den Aufstieg erleben die beiden Jungs, die ich längst mit dem grün-weißen Virus infiziert habe, endlich mal, wie viel Spaß das Fan-Dasein machen kann – und wie ein zufriedener Papa vor dem Fernseher aussieht. „Wir sind ja wirklich richtig gut“, staunt Hannes und hält sich seit dem Spiel in Dortmund für den allergrößten Werder-Glücksbringer. Während ich die Partie beim Stand von 0:2 aus Werder-Sicht kurz vor Schluss nicht mehr vor dem Fernseher verfolgen wollte und mit Michel in den Garten ging, blieb er sitzen und kam wenig später schreiend und jubelnd dreimal in den Garten gelaufen. 3:2 gewonnen, Spiel in sechs Minuten gedreht. Nur wegen ihm!

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Hannes und Michel auf der Jagd nach Autogrammen.

Der Werder-Höhenflug hat aber leider zur Folge, dass es bislang unmöglich war, Gästekarten für die nahen Auswärtsspiele in Dortmund, Leverkusen und Bochum zu ergattern. Zumindest gefiel den Jungs die alternative Idee ihres bekloppten Papas, dem Werder-Bus vor der Partie in Leverkusen zuzujubeln.

Und noch ein Vorschlag kam bestens an. Ein bisschen gehört unser Fußballherz nämlich auch dem VfL Bochum. Der ist zwar gerade Tabellenletzter, spielt aber in den bei Hannes und Michel beliebten blauen Trikots und ist schnell zu erreichen. Was lag also näher, als in den Herbstferien mal beim Training an der Castroper Straße vorbeizuschauen?

Mit einem selbst gemalten Bild von Torwart Manuel Riemann in der Hand erreichen wir das Trainingsgelände und laufen eben jenem Torwart direkt in die Arme. Er bedankt sich für das tolle Bild, posiert für ein Foto und gibt gerne Autogramme. VfL-Kapitän „Toto“ Losilla steht geduldig daneben und lobt: „Den Riemann hast du wirklich gut getroffen.“ Hannes strahlt.

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in der ST-Geschäftsstelle, im Handel und im Internet:bergisch-bestes.de

Immer mehr Spieler kommen an uns vorbei. Hannes wird zum Autogrammjäger, Michel posiert lieber für Fotos und lehnt es ab, als Simon Zoller anbietet, sein Trikot zu signieren. „Doch nicht da drauf.“ Der VfL-Torjäger muss lachen. Und ich bin überrascht, wie entspannt und ausgesprochen freundlich sich die Bundesliga-Kicker präsentieren. Als das Training beginnt, sind wir ganz nah dabei. Sehen das lustige Aufwärmprogramm, die intensiven Zweikampfübungen und das verbissen geführte Trainingsspiel. Am besten gefällt Hannes und Michel aber das Torwarttraining mit ihrem Liebling Manuel Riemann. Sie positionieren sich direkt hinter seinem Tor. Während Michel die Flugrollen des Torwarts imitiert, wetzt Hannes den Bällen hinterher und schießt sie zurück zum Keeper. Der bedankt sich hinterher per Shakehands für die Hilfe. Ein toller Tag für uns Jungs. Auch ohne Werder.

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