Wenn ein Pfau in Flammen aufgeht

Hahn und Pfau, Objekte von Peter Amann und Reiner Lange, gingen am Samstagabend in Flammen auf. Foto: Daniela Tobias

GÜTERHALLENFEST Zum achten Mal öffneten die Künstler am Südpark die Ateliers. Dazu gab es viel Livemusik.

Von Andreas Erdmann

Dieser Ort habe wohl etwas Magisches an sich, sagte Südpark-Managerin Petra Krötzsch angesichts des Besucherandrangs, der sich am Wochenende in den Künstlerateliers, an den Ständen und überall auf dem Gelände an der Alexander-Coppel-Straße zeigte. Zum achten Mal hatten die Künstler der zwölf Ateliers zum Güterhallenfest eingeladen. „Erstaunlich, hier feiern Menschen jeden Alters – vom Kleinkind bis zum Rentner, für alle ist etwas dabei.“

Das diesjährige Motto lautete „Engel und Teufel“. „Ein Thema, das uns alle betrifft“, erklärte Régis Noël vom Güterhallen-Verein. „In jedem von uns stecken Engel und Teufel, Gut und Böse, dicht nebeneinander.“ Vielfältig waren die Bilder, Objekte und Installationen zum Motto, welche die Ateliers zusätzlich zu ihren laufenden Ausstellungen zeigten.

So präsentierte Robert Steinborn im Atelier „AndersArtig“ die große Rauminstallation „Der gefallene Engel“. Während das Atelier Behauptungen „himmlische und teuflische Hüte“ ausstellte, waren in der Galerie Jochen Brillowski Interpretationen in Latex sowie die Video-Performance „Paradise Lost“ zu sehen.

„Gleis 3“ zeigte eindrucksvolle Aktionskunst der Gruppe Willis & Co gegen Tierversuche: Menschen, als Tiere bemalt, eingesperrt in einem Käfig.

„Himmlische Speisen und höllisch gute Getränke“ im Angebot

Auf dem Außengelände zog die riesige leuchtend blaue Figur eines Pfaus vor einem schwarzen Hahn die Blicke auf sich. „90 Meter Stahlband, 320 Meter Doppelklebeband und Unmengen Kleister haben wir darin verbaut“, berichtete Reiner Langer vom „Atelier Ohrensausen“, der das Werk mit Peter Amann („Pestprojekt“) schuf. „Pfau und schwarzer Hahn sind in der jemenitischen Kultur Symbolträger für das Teuflische“, erklärte Peter Amann. Am Samstagabend ging die riesige Plastik in einem beeindruckenden Feuer in Flammen auf. „So vernichtet – symbolisch betrachtet – das Böse sich selbst“, sagte er.

Neben Autorenlesungen und Workshops gab es ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Verblüffend: Die Vorführungen in Gedankenlesen und Hypnose des Mentalisten Jonas Kungpaochicken Didjurgis.

Auch reichlich Musik wurde geboten: „Honey Pearl and the Accoustic Mates“ spielten zum Thema „Der Teufel liegt im Detail“. „BalandaBeat“ erfreuten mit rhythmischer Weltmusik, und das Duo „Hang out in Trees“ brachte „Musik zum Chillen“. Am Sonntag traten die Latin-Rockband „Django Unchained“ sowie die Flamenco-Tanzgruppe „La Mescla“ auf.

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