Pandemie

Nur wenige Warnhinweise durch die Corona-App

Wer in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt mit einem Infizierten hatte, bekommt auf dem Handy Entwarnung. Foto: Michael Schütz
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Wer in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt mit einem Infizierten hatte, bekommt auf dem Handy Entwarnung.

Mit ihrem Hinweis auf eine „Risikobegegnung“ ist Daniela Tobias derzeit die Ausnahme.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. 16,6 Millionen Menschen in Deutschland haben die Corona-Warn-App aktuell auf ihrem Handy geladen. Das entspricht einer ungefähren Quote von 20 Prozent der Bevölkerung. Auch in Solingen wird davon ausgegangen, dass jeder Fünfte die App nutzt. Damit sei das Level von 15 Prozent Nutzern, das zum Funktionieren des Systems notwendig sei, erreicht.

Eine von ihnen ist Daniela Tobias. Während bei den meisten Nutzern die App ein „niedriges Risiko“ anzeigt, weil es in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt mit einem Menschen gab, der eine Infizierung vermerkt hat, erhielt die Solingerin in der vergangenen Woche virtuelle Post.

„,Eine Risikobegegnung‘ zeigte das Display an“, erinnert sich Daniela Tobias. Da es sich aber wohl nur um eine „entfernte Begegnung über eine kurze Zeit“ gehandelt hatte, gab die App weiterhin ein „niedriges Risiko“ an. „Ich hatte aber leichten Reizhusten und habe deshalb beim Hausarzt nachgefragt“, erinnert sie sich. Nach der Video-Sprechstunde mit der Arztpraxis wurde sie dann zum Corona-Test in Bethanien angemeldet.

Nach dem Abstrich der Nasenschleimhaut erhielt Daniela Tobias dann einen QR-Code. 48 Stunden später konnte sie damit ihr Ergebnis abrufen, so lange galt Quarantäne. „Zum Glück war das Ergebnis schon nach 30 Stunden da. Negativ!“

Bislang nur wenige Tests nach einer Corona-App-Warnung

Tatsächlich ist Daniela Tobias eine von wenigen in Solingen, die bislang durch die App, die seit Mitte Juni im Einsatz ist, auf eine Corona-Begegnung hingewiesen wurden. „In unserer Infektionsambulanz hatten wir in der gesamten Zeit drei Tests aufgrund eines App-Hinweises“, so Karin Steinraths, die in der Lungenfachklinik Bethanien die Infektionsambulanz betreut.

Damit Nutzer gewarnt werden können, müssen positiv getestete Infizierte ihr Testergebnis auch in der App hinterlegen. Laut Robert-Koch-Institut wurden bislang 1052 sogenannte Tele-TANs ausgegeben, mit deren Hilfe Nutzer positive Testergebnisse in der App verifizieren. Damit werden dann Kontaktpersonen alarmiert.

In unserem Live-Blog finden Sie aktuelle Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen.

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