Weihnachten

Tafel: Nur wenige Kinder holen Geschenke ab

Kinder aus bedürftigen Familien durften sich bei der Geschenke-Aktion der Tafel ein Weihnachtsgeschenk aussuchen. Foto: Tim Oelbermann
+
Kinder aus bedürftigen Familien durften sich bei der Geschenke-Aktion der Tafel ein Weihnachtsgeschenk aussuchen.

Aktion der Tafel für bedürftige Kinder

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der große Ansturm blieb aus: Brigitte Funke, Vorsitzende der Solinger Tafel, zog am zweiten Wochenende der diesjährigen Weihnachtsgeschenk-Aktion für Kinder aus bedürftigen Familien ein für sie überraschendes Fazit. Der gestrige Adventssonntag bot für Tafelbesucher die letzte Möglichkeit, sich aus dem üppig zusammengestellten Angebot der Firma Gongoll etwas auszusuchen. „Wir haben drei Helferinnen, die sich zeitgleich mit den kommenden Familien beschäftigen können“, berichtet Funke. „Aber es ist immer nur eine im Einsatz und oft genug ist echter Leerlauf bis die nächsten Leute den Tafelladen betreten.“

Sie habe im Vorfeld mit rund 400 zu beschenkenden Kindern kalkuliert, sagt sie. So viele seien es in den vergangenen Jahren immer gewesen. Aber im Corona-Jahr ist eben alles anders. Nicht nur, dass die inzwischen traditionell gewordene Wunschzettel-Aktion mit der großen Abschluss-Veranstaltung im Großen Konzertsaal nicht stattfinden konnte. Durch die aktuell wieder steigenden Zahlen und den „harten Lockdown“ scheinen viele Familien konsequent auf Begegnungen zu verzichten.

„Wahrscheinlich trauen sich viele nicht zu kommen“, sagt Brigitte Funk – einerseits enttäuscht, andererseits voller Verständnis für diese Vorsicht und voller Lob für die konsequente Umsetzung der Appelle zur Kontaktvermeidung. Alle Mitarbeiter tragen zwar konsequent FFP2-Masken und die Ladentheke ist mit Scheiben aus Sicherheitsglas von den Kunden abgetrennt. Ein Restrisiko, sich zu infizieren, bleibt natürlich trotzdem. „Die Firma Gongoll, die uns bei der diesjährigen Geschenke-Aktion mit einer tollen Auswahl an Spielwaren unterstützt hat, nimmt Überzähliges wieder zurück“, sagt Funke entspannt. An den Teilen sei ja kein Schaden entstanden, die könnten sicher guten Gewissens in den normalen Verkauf gehen.

Kinder hatten bei Spielzeugen die Qual der Wahl

So hatten die Kinder, die mit ihren Eltern am Sonntag in den Tafelladen gekommen waren und dort ihre zugeteilte Berechtigungsnummer vorzeigten, besonders viel Auswahl. Ob Fußball, Gesellschaftsspiele, Playmobil-Autos oder – für die Kleinsten – ein knallbuntes Müllauto mit Knöpfen, die beim Runterdrücken Geräusche machen: Alle Kinder von eins bis zehn Jahren hatten die süße Qual der Wahl und wurden nach kurzer Überlegung auch fündig.

Am ersten der beiden Wochenenden, an denen die Aktion lief, seien 121 Kinder gekommen, diesmal zählte Brigitte Funk bis zur Halbzeit etwas über 80. So hofft auch die Tafel hofft darauf, dass sich die Corona-Lage im nächsten Jahr allmählich entspannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare