Tradition

Weihnachtsmarkt-Besucher trotzen dem Regen

Lichter sorgten gestern Abend am Schloss Grünewald für eine schöne Atmosphäre.
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Lichter sorgten am Freitagabend am Schloss Grünewald für eine schöne Atmosphäre.

Romantischer Markt auf Schloss Grünewald lädt noch bis Sonntag und auch für kommendes Wochenende ein.

Von Simone Theyßen-Speich

Man muss die Dinge positiv sehen – am Freitagnachmittag gab es noch freie Parkplätze rund um das Parkgelände von Schloss Grünewald, wo der Romantische Weihnachtsmarkt einlud. Trotz Regenwetters waren einige Besucher gekommen, um sich an den mehr als 100 Ständen auf das kommende Weihnachtsfest einzustimmen.

Das machten auch Claudia Tacke und ihre Freundinnen. Die sieben Frauen waren extra aus Velbert und Heiligenhaus nach Gräfrath angereist. „Wir besuchen jedes Jahr einen Weihnachtsmarkt, waren schon in Bonn, Münster, Soest und Siegburg, und dieses Jahr eben in Solingen“, erzählte Claudia Tacke. „Von dem schlechten Wetter lassen wir uns nicht abhalten. Das, was wir schon gesehen haben, ist sehr ansprechend.“ Gegen Regen und Kälte gab es zum Auftakt erstmal einen Glühwein.

Auch die Händler hatten sich auf das Schmuddelwetter eingestellt. „Ich habe extra Wärmesohlen in die Schuhe gelegt“, erzählte Traudel Weustenfeld, während sie Waren mit Folie vor dem Regen schützte. Am Stand „Lebe gesund“ aus Markt Heidenfeld im Spessart bietet sie Lebensmittel ohne Zusätze wie Brot, Aufstriche oder Apfelchips an. „Wir hatten hier auch schon Schneesturm, vom Wetter lassen wir uns nicht abschrecken.“

Pesto und Gewürze boten Traudel Weustenfeld (l.) und Konstantina Giavris am Stand „Lebe gesund“ an.

Bei Glühwein oder Eierpunsch konnten sich die Besucher aufwärmen. Kulinarisch reichte das große Angebot von Knobibrot und Schupfnudeln über Raclette, Backkartoffeln und Linsensuppe bis zu süßen Crêpes.

Markus Dinow, der mit Sohn und einer Bekannten den Markt besuchte, teste den Glögg, einen skandinavischen Glühwein. „Den gibt es als Apfel- oder Heidelbeer-Variante und er ist sehr lecker“, schwärmte Markus Dinow für das Heißgetränk. „Wir sind jedes Jahr hier in Grünewald. Das regnerische Wetter hat uns auch diesmal nicht davon abgehalten“, bedauert er die doch geringere Besucherzahl.

Flammlachs von Sabine Traber (l.) und Hanifa Zaurbekova war eines der kulinarischen Angebote.

Dafür gab es an den Verkaufsständen viel Platz und Zeit, sich intensiv beraten zu lassen. Von Ocarina-Flöten bis zu Holzschnitzkunst, Kerzen, Keramik oder Glasarbeiten gab es alles im Angebot. Im Backsteingebäude auf dem Gelände wurden Schmuck, Filzmode, Trüffelspezialitäten oder Postkarten im Trockenen präsentiert.

Die weiteste Anreise hatten Daria und Gatis Dembovskis. Das Ehepaar war mit seiner Keramikkunst aus Lettland nach Grünewald gekommen.

WEIHNACHTSMARKT

ÖFFNUNGSZEITEN Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 20 Uhr. Am Freitag, 20. Dezember, von 14 bis 17 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Dezember, von 11 bis 20 Uhr.

PREISE Der Eintritt kostet 7,50 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Karten gibt es im Vorverkauf für 6 Euro im Internet.

www.omms.net

„Die Schalen sind aus einer Mischung von Ton und Schamott gebrannt“, erklärt die Künstlerin. Innen sind sie mit leuchtend buntem Glas versehen, die Außenseite ziert Sand von der Ostsee. Auch aktiv kann man auf dem Markt werden. Querin der Gaukler alias Thomas Quernbach war mit seinem Bogenschießstand auch in ein Zelt gezogen.

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„Der Markt ist toll“, war auch Heike Hugenschmidt-Helmke, die mit einer Freundin unterwegs war, vom Angebot angetan. „Der Preis von 7,50 Euro pro Person ist allerdings schon sehr teuer“, so ihre Kritik.

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