Advent

Weihnachtsmärkte in Solingen starten - Öffnungszeiten und Termine

Der Weihnachtsmarkt auf dem Mühlenplatz nimmt Form an. Er wird am Donnerstag, 17. November, eröffnet.
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Der Weihnachtsmarkt auf dem Mühlenplatz nimmt Form an. Er wird am Donnerstag, 17. November, eröffnet.

In Solingen finden in der Vorweihnachtszeit gleich mehrere Weihnachtmärkte statt. Bei Glühwein und Co. sollen die Preise vergleichbar mit den Vorjahren sein. Termine und Öffnungszeiten aller Solinger Veranstaltungen im Überblick.

Von Kristin Dowe

Solingen. Nach mehr als zwei Jahren pandemiebedingter Pause dürfte sich so mancher Solinger in diesen Tagen wieder auf den ersten Glühwein auf einem der Weihnachtsmärkte der Klingenstadt freuen. Die Veranstalter blicken optimistisch auf die anstehenden Märkte. So auch Frank Decker, der die Veranstaltung auf dem Mühlenplatz ausrichtet. „Wir sind gerade mitten im Aufbau“, sagt der Schausteller.

Schönste Weihnachtsbäume werden ausgezeichnet

Besonders freut sich Decker auf den Besuch einiger Kindergärten. Wie in den Vorjahren nehmen sie zur Eröffnung am Donnerstag, 17. November, an einem Wettbewerb im Baumschmücken teil, bei dem Geld- sowie Trostpreise ausgelobt werden. Der Weihnachtsmarkt startet heute um 17 Uhr. Trotz der teils deutlich höheren Einkaufspreise für Glühwein und Co. seien die Preise an den Ständen vergleichbar mit den Vorjahren. „Drei Euro für einen Glühwein und vier Euro mit Schuss halte ich für ein faires Angebot.“

Diese Weihnachtsmärkte finden in Solingen 2022 statt

  • Mitte: Der Weihnachtsmarkt auf dem Mühlenplatz ist vom 17. November bis zum 22. Dezember täglich ab 11 Uhr geöffnet. Sonntags bis donnerstags schließen die Buden um 20 Uhr, zwei Stunden länger ist freitags und samstags Hüttengaudi angesagt.
  • Mitte: Das „Weihnachtsdorf der guten Taten“ auf dem Fronhof findet am 10. und 11. Dezember je zwischen 11 und 18 Uhr statt.
  • Gräfrath: Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald öffnet an den vier Adventswochenenden. Start ist Freitag, 25. November, Schluss Sonntag, 18. Dezember. Die Zeiten: je Freitag von 14 bis 21 Uhr sowie Samstag und Sonntag, 11 bis 20 Uhr. Für Gäste mit dem Auto startet vom Parkplatz Dycker Feld ein Shuttlebus. Empfohlen wird die Anfahrt mit der Buslinie 683, Haltstelle Roßkamper Straße.
  • Wald: Das Walder Weihnachtsdorf öffnet vom 2. bis 4. Dezember, je von 11 bis 22 Uhr.
  • Ohligs: Der Weihnachtsdürpel findet am 4. Dezember von 11 bis 18 Uhr in der Fußgängerzone Ohligs statt.
  • Aufderhöhe: Der Markt im Bethanien-Park öffnet am Samstag, 3. Dezember, von 11 bis 20 Uhr und Sonntag, 4. Dezember, 11 bis 19 Uhr. Auf der Bühne gibt es Liveprogramm.

Diese Weihnachtsmärkte finden 2022 in Remscheid und Umgebung statt

Solingen Mitte: Weihnachtsmarkt mit Bühne

2022 gibt es wieder einen zweiten Weihnachtsmarkt in der City. Am 10. und 11. Dezember veranstaltet der Werbe- und Interessenring Solinger Innenstadt auf dem Fronhof ein „Weihnachtsdorf der guten Taten“. Vereine, Initiativen und Privatleute erhalten die Möglichkeit, Waren und Leckereien für den guten Zweck anzubieten. Zudem gibt es Mal- und Bastelaktionen für Kinder und ein „buntes Rahmenprogramm“ auf der Bühne des Weihnachtsdorfes.

Gräfrath: Romantischer Weihnachtsmarkt an allen vier Adventswochenenden

Nachholbedarf in puncto Weihnachtsmärkte gibt es auch bei der Wuppertaler Agentur Open Mind Management Service, die für den Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald in Gräfrath verantwortlich ist. Erstmals findet die Veranstaltung an allen vier statt nur an zwei Adventswochenenden statt, berichtet Geschäftsführerin Anke Peters. „Wir hatten schon länger geplant, zugunsten von Schloss Grünewald auf den Weihnachtsmarkt in Grefrath am Niederrhein zu verzichten.“

Mehr als 80 Aussteller böten eine bunte Mischung aus Kunsthandwerk und Kulinarik „jenseits von Pommes und Currywurst“, kündigt Peters an. Das Thema Energiesparen sei bei der Planung in den Fokus gerückt. „Wir haben schon in den Vorjahren auf energiesparende Sieben-Watt-Birnen gesetzt. Die Wege müssen aus Sicherheitsgründen beleuchtet werden, so dass wir dort nicht viel herunterfahren können.“ Zumindest die Feuerkörbe habe man reduziert, „um nicht anderen das Brennholz wegzunehmen“.

Für Gäste lohne es sich, den Markt mehrmals zu besuchen, da die Aussteller an den verschiedenen Markttagen wechselten. Tickets für 8 Euro sind auf der Homepage erhältlich. Der Eintritt habe angesichts der immensen Mehrkosten für die Agentur von früher 7,50 Euro leicht erhöht werden müssen, wirbt sie um Verständnis. „Wir bleiben sonst auf den Kosten sitzen.“

Solingen Wald: Weihnachtsdorf und Weihnachtsmarkt

Für das Walder Weihnachtsdorf laufen die Vorbereitungen, berichtet Wolfgang Müller, Vorsitzender des Bürgervereins Wald. „Wir haben immer noch Anmeldungen.“ Bei dem Markt, der sich vom Walder Schlauch bis in den Rundling zieht, sind an den Ständen viele bekannte Gesichter wie unter anderem vom Schulverein der Fals, Verein Foodsaving Solingen und Förderverein Ittertal vertreten. Das Bühnenprogramm wird teilweise von der Walder Jugend gestaltet, unter anderem werden Blaue Not und Susanne Lucas mit Suse swingt für Unterhaltung sorgen.

Parallel zum Walder Weihnachtsdorf findet der Weihnachtsmarkt im Bethanien-Park in Aufderhöhe statt. Die Erlöse des Marktes, der vom Verein Aufderhöher Weihnachtsmarkt mit viel ehrenamtlicher Unterstützung auf die Beine gestellt wird, kommen einem Waisenhaus in Tansania und der Bergischen Kinderschutzambulanz zugute.

Ohligs: Weihnachtsdürpel wird auf die Düsseldorfer Straße verlegt

Der Weihnachtsdürpel in Ohligs wird diesmal, wie berichtet, in verkleinerter Form stattfinden. Der Vorstand der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) hatte zuletzt mitgeteilt, dass der Markt zudem vom Park an der Wittenbergstraße auf die Düsseldorfer Straße verlegt wird. Die sei aufgrund gestiegener Anforderungen an die Veranstalter notwendig. Wegen allgemeiner Kostensteigerungen seien etwa keine Holzhütten lieferbar, stattdessen setzt man auf Weihnachtszelte. Neben einem Programm mit Livemusik auf den Zeltbühnen gibt es Aktionen für Kinder.

Standpunkt von Simone Theyßen-Speich: Klein, aber fein

simone.theyssen-speich@solinger-tageblatt.de

Die Organisatoren der Solinger Weihnachtsmärkte machen sich schon lange Gedanken. Nach der Corona-Zwangspause endlich wieder Märkte anbieten, die Preise trotz Krise im Rahmen halten, Atmosphäre schaffen, ohne Licht- und Stromkosten in utopische Höhen zu treiben – all das sind Herausforderungen, die es zu stemmen gilt.

Die Solinger Tradition, verteilt in den Stadtteilen kleine Märkte anzubieten, scheint da eine gute Lösung zu sein. Die Publikumsströme verteilen sich etwas auf die Adventswochenenden. Und wenn die Organisatoren es wieder schaffen, Vereine, Initiativen, Schulen und Kitas mit einzubinden, gibt das den Stadtteilmärkten nicht nur ein besonderes Flair. Die Erlöse aus Glühwein und Selbstgebasteltem fließen an vielen Stellen der Stadt wieder einem guten Zweck zu.

Jetzt noch ein bisschen gutes Wetter und viele Solinger, die wieder Lust auf ihre Märkte haben – dann sollte der Weihnachtsmarktstart gelingen.

Lesen Sie auch: Weihnachtshäuser stecken in der Energiekrise

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