Konzert

Weihnachtliche Klänge bei Orgelpunkt-Reihe

Zugabe war Liebeserklärung an das Göttliche.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Statt einer zweiten musikalischen Zugabe durfte sich das Publikum eine der vielen dekorativen Kerzengläser mit nach Hause nehmen, die die Orgelbühne des großen Konzertsaales festlich erleuchtet hatten. Zuvor hatte Ronald Winkler, diesmal nicht nur Organisator und Moderator des Orgelpunkts, sondern auch Protagonist am Spieltisch, Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ als zusätzliche Dreingabe aufs offizielle Programm gespielt. Mit dieser musikalischen Liebeserklärung an das Göttliche setzte Winkler seinem ersten Adventkonzert in der Orgelpunkt-Reihe ein i-Tüpfelchen auf. Nach 13 Jahren regelmäßiger Sonntagskonzerte im Konzertsaal hatte er seinen Vorsatz gebrochen, nie ein Weihnachtskonzert zu geben.

Schon zu Beginn des Konzerts gab es reichlich Beifall. Etwa für die einstimmende Paraphrase über Händels „Tochter Zion“, mit der Ronald Winkler den Grundstein für weitere berührenden Klänge legte. Assistiert von Andreas Frömmel präsentierte Winkler Bachs Pastorale F-Dur BWV 590 und entfachte mit diesen festlichen Klangbildern eine leise, stille Vorfreude auf die Weihnachtszeit.

Ausführlich erläuterte Winkler, wie beim Orgelpunkt üblich, einige Besonderheiten wie die vom Komponisten eingesetzten Klangfarben und harmonischen Effekte. Dazu gehörten zum Beispiel die „zarten Flötenklänge zu Beginn, wenn die Hirten an ihrem Lagerfeuer beschrieben werden, wie sie sich mit ihren Instrumenten die Zeit vertrieben, bevor schließlich Verkündigungsengel vom Wunder in Bethlehem berichten“.

Komponist baut bekannte Weihnachtslieder in sein Werk ein

Auch die musikalische Weihnachtsdichtung, eine Sonate in D- Dur, op. 32 von Otto Diemel, einem Komponisten, der lange in der Berliner Marienkirche als Organist gewirkt hat, brachte er auf diese Art nahe. „Männliche und weibliche“ Melodien vermischten sich immer wieder zu perfekter Harmonie, brandeten auf zu großem Volumen und mündeten pro Satz in bekannte Weihnachtslieder, zum Beispiel entweder in „Macht hoch die Tür“ oder „Stille Nacht“, die Diemel geschickt eingebaut hatte.

Er sei sehr froh über die gute Besucherresonanz, sagte Ronald Winkler, der beim ersten Saisonkonzert sozusagen nur en famille auftrat. „Ich hoffe, so allmählich trauen sich die Menschen wieder und vertrauen den ausgearbeiteten Konzepten“, sage er.

Das nächste Orgelpunkt- Konzert findet am 6. März 2022 statt: Dann wird neben der Orgel auch eine Viola zu hören sein.

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