Wechsel im Vorstand der Stiftung des Zentrums für verfolgte Künste

Dr. Christoph Humburg verabschiedete im Zentrum für verfolgte Künste Dr. Gabriele Uelsberg, die bisherige Stiftungsvorsitzende. Foto: cb
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Dr. Christoph Humburg verabschiedete im Zentrum für verfolgte Künste Dr. Gabriele Uelsberg, die bisherige Stiftungsvorsitzende. Foto: cb

Auf Dr. Gabriele Uelsberg folgt Dr. Thorsten Valk

Von Philipp Müller

Dr. Christoph Humburg, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stiftung für das Zentrum für verfolgte Künste, hatte zu einer außerordentlichen Sitzung geladen. Doch im Meistermannsaal des Museums in Gräfrath hatte er kein Drama zu verkünden. Oder doch? Die Redner betonten anlässlich der Verabschiedung der Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Dr. Gabriele Uelsberg, die Wichtigkeit ihres Wirkens und wie sehr sie fehlen werde.

In die Stiftung rückt Dr. Thorsten Valk. Der Kölner, zuletzt für die Stiftung Klassik in Weimar tätig, erbt auch den Stuhl der Museumsleitung des Bonner Landesmuseums des Landschaftverbands Rheinland (LVR). Uelsberg ging zum 1. Oktober in Pension.

Das Zentrum würde es ohne die Bürgerstiftung nicht geben, das war 2015 die Ausgangslage. Sie ist eine wichtige Säule im Konstrukt der Trägerschaft von Stadt Solingen, die ein Drittel der Anteile an der Zentrums-GmbH besitzt, und dem LVR mit den verbleibenden zwei Dritteln Anteile. Ihr beharrliches Arbeiten hinter den Kulissen sei „ein Glücksfall“ gewesen, lobte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Bernd Krebs (CDU) sprach für die Stiftung aus, was viele empfinden: „Dr. Uelsberg sorgte dafür, dass das Zentrum tief im LVR verankert ist.“

Die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider“ war vor sechs Jahren aus dem Zusammenschluss der Stiftungen „Bürgerstiftung für verfemte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider“ und „Stiftung Else-Lasker-Schüler-Zentrum für verbrannte und verbannte Dichter-/Künstler-innen“ entstanden.

Verfechterin des Zentrums erledigte wichtige Arbeit

Die neue Bürgerstiftung stellt der GmbH zum Betrieb des Zentrums für verfolgte Künste in Solingen ihren Kunstbesitz zur Verfügung. Mit Dr. Uelsberg geht eine Verfechterin des Zentrums für verfolgte Künste. Die Stiftungsvorsitzende setzte sich hinter den Kulissen stark für die Belange des 2015 gegründeten Museums ein. So gelang mit ihrer Unterstützung die Erweiterung des Sammlungsbestandes unter anderem mit Hilfe einer siebenstelligen Zuwendung der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien.

Die Worte Kurzbachs, „Es kann keine Zukunft ohne Erinnerung geben“, griff Dr. Uelsberg in ihrer Abschiedsrede auf. Es sei ihr vor allem auf zwei Dinge angekommen: Sie wollte die „Zentrums-Patchwork-Familie“ zusammenhalten und stets die Frage neu stellen und mit Lösungen beantworten: „Wie kann dieses Zentrum wirken?“

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