Mittelalter

Wasserburg bietet viele Ritterkämpfe

Haus Graven zog Mittelalter-Fans an.

Von Holger Hoeck

Nach zweijähriger Pause verwandelte sich die Wasserburg Haus Graven am Wochenende endlich wieder zum Treffpunkt von Rittern, Gauklern und Barden. Mehrere Tausend Gäste erfreuten sich an der Rückkehr des Burgfestes mit mittelalterlichem Markt und stilechter Atmosphäre, bei dem Händler ihre selbst gemachten Waren anboten und Spielleute des Duos Belicha auf historischen Instrumenten Lieder präsentierten.

Vorbei an der Torwache begann für die Besucher die kurzweilige Reise in die Vergangenheit – und schnell hatte sie die Aura der über zwei Dutzend Hökereien, der kleinen Kaufhäuser des Mittelalters, eingefangen. Holzschwerter, Schilder mit Wappen, Hörner und Helme wurden an den Ständen ebenso interessiert begutachtet wie selbst gemachter Schmuck, Lederbänder, Räucherstäbchen oder die angenehm duftenden Parfümwaren des „Giftmischers“.

Am Stand der „Pinseley“ verwandelten sich Mädchen durch Schminke und Zubehör in Prinzessinnen und Jungs in Ritter. Großer Andrang herrschte zudem am historischen Kinder-Kettenkarussell und im „Märchenwald“, wo der Nachwuchs beim Armbrustschießen seine Treffsicherheit üben konnte.

Lothar Marienhagen, Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins, Organisator Gerd Auweiler und Marktleiter Knut Schulz waren sehr glücklich über die ausgelassene Stimmung auf dem Burggelände. „Die Atmosphäre ist prima und man merkt den Leuten ihre große Freude über die Rückkehr des inzwischen neunten Festes sichtlich an. Auch die Rückmeldungen, die wir in Gesprächen oder beim Vorbeigehen erhalten, fallen allesamt positiv aus“, sagte der Vorsitzende.

Ritter zeigten sich als die „Löwen der Schlacht“

Nicht nur das Zeltlager-Leben der Ritter von „Leones Pugnae“, den gepanzerten „Löwen der Schlacht“, und ihre Schaukämpfe führten an den zwei Veranstaltungstagen zu Besucheransammlungen. Beliebtes Fotomotiv waren auch die fünfjährige Schnee-Eule Hubert und der gleichaltrige Mäusebussard Hannelore, die Falkner Marco Wahl aus Wiehl mitgebracht hatte. „Du musst keine Angst haben, Hubert ist ganz artig“, motivierte der Vogeltrainer den siebenjährigen Timon, seine linke Hand in den Lederhandschuh zu stecken, von wo die Eule die Menschenmenge mit großen Augen beobachtete.

Nebenan händigte Vitus, der Vitale, drei Stoffmäuse an den elfjährigen Jakob aus Landwehr zum Wurf auf an einem Holzbrett angebrachte Mäusefallen aus. „Das sind schwedische Kampfmäuse. Das macht denen nichts aus, wenn sie hängenbleiben“, nahm er ihm scherzend Bedenken, dass die kleinen Knuddeltiere Schaden davontragen könnten.

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