Künstlerkollektiv

Waschschüsseln sorgen für Spannung

Beim Livehörspiel im Industriemuseum geht es um den „Sound der Fabrik“.

Von Tanja Alandt

Zum Schaudern und Gruseln brachten die Wortrocker ihr Publikum am Samstagabend mit ihrem Livehörspiel „Sound der Fabrik“ im LVR-Industriemuseum. In der Schmiede war es dunkel und totenstill, als das Hörspiel begann. Die Zuschauer blickten auf die mit wechselndem Scheinwerferlicht angestrahlte Bühne. Gespannt hörten sie den unheimlichen Geräuschen und den klaren sowie angenehmen Stimmen von Sigrid Burkholder und Thomas Balu Martin zu. Die „schräge Mystery-Grusel-Horror-Geschichte“, wie der Künstler sowie Sounddesigner Peter Schilske es nannte, zog die Gäste mit dem ersten Ton sofort in ihren Bann. Zur Handlung: In der Gesenkschmiede wurden Kisten mit Tonbandaufnahmen einer Künstlerin gefunden, die Musik durch Fabrikmaschinen produziert. Im Laufe des Hörspiels stellt sich heraus, dass es mehrere solcher Maschinenkomponisten gibt, die jedoch nacheinander sterben. Die Künstlerin war die einzige Überlebende.

„Klasse!“, „Super“ oder „einfach spitze“ und „sehr schön“, riefen die Gäste nach dem kräftigen und langen Applaus dem Künstlerkollektiv zu. Sie lobten das Mystische, die Stimmen und natürlich die gesamte Geschichte, die sie nicht so richtig loslassen wollte.

Passend zum Thema gab es noch eine Ausstellung alter Tonbandgeräte. In etwa sechs Monaten soll das Hörspiel in der Buchhandlung Schatzinsel in Ohligs oder im Industriemuseum zum Verkauf ausliegen. Museumsleiterin Nicole Scheda war erfreut, mit dem Museum und Kulturort solche Projekte örtlicher Künstler realisieren zu können. Schilske dankte zudem den Helfern aus dem Museumsteam, die an den unheimlichen Klängen – unter anderem anhand der Waschschüsseln, Werkzeuge oder Fallhämmer und Pressen sowie Scherenrohlinge – beteiligt waren.

Zu dem Künstlerkollektiv gehören außerdem Mario Jungbluth mit seinen Söhnen Jonathan und Constantin sowie Horst Jannik Beyer.

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