Mein Leben als Papa

Warum Nora die perfekte Ergänzung für unser Mehrfamilienhaus ist

In Hannes hat Nora einen echten Freund und Beschützer gefunden. Foto:
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In Hannes hat Nora einen echten Freund und Beschützer gefunden.

ST-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

Es gab eine Zeit im vergangenen Herbst, da hielten Hannes und Michel von Mila überhaupt nichts. Nur Abstand. „Mädchen sind doof“, waren sie überzeugt und vermieden es, in den Garten zu gehen, wenn sich die eigentlich so geliebte Nachbarin aus der Dachgeschosswohnung dort aufhielt. Muss irgendein Kindergarten-Ding gewesen sein. Oder nur eine Phase. Mit den ersten wärmeren Tagen in diesem Jahr sind Hannes, Michel und Mila jedenfalls wieder ein Herz und eine Seele. Vor allem die fast gleichaltrigen Mila und Michel sind unzertrennlich.

Sie bekochen die halbe Nachbarschaft, treiben sich beim Klettern und Trampolinspringen an oder sind einfach nur irgendwo glücklich verschwunden. Hannes ist meistens dabei, sondert sich aber ab und zu auch gerne mal von seinen jüngeren Spielpartnern ab und wendet sich einer noch deutlich jüngereren Mitbewohnerin zu: Nora.

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in den ST-Geschäftsstellen, im Buchhandel und im Internet.bergisch-bestes.de

Milas kleine Schwester wurde im Oktober geboren – und Hannes hat sie schon ganz fest in sein Herz geschlossen. Spätestens, als Nora ihn zum ersten Mal ganz bewusst anlächelte und nach seinem Finger griff, war es um Hannes geschehen. Liebend gerne schlüpft er in die Rolle als „der Große“ im Haus und übernimmt Verantwortung. Er sorgt für Schatten, wenn Nora zu sehr von der Sonne geblendet wird, rückt ihr den Schnuller wieder zurecht und darf ihr sogar das Fläschchen anreichen und sie auf seinen Schoß setzen. Manchmal legt er sich auch einfach nur neben Nora auf die Decke, zeigt ihr das Spielzeug und beide gucken sich tief in die Augen. Lucie und René, die Eltern von Nora und Mila, freuen sich über die Unterstützung von Babysitter Hannes. „In ein paar Jahren kannst du auf Nora aufpassen und dir dein Taschengeld aufbessern“, hat Lucie schon angekündigt. „Wirklich?“, freute sich Hannes ungläubig – in diesem Fall vor allem über das Vertrauen, das in ihn gesetzt wird, und weniger über die in Aussicht gestellte Kohle.

Es dauert nicht mehr lange, da wird noch ein weiteres Baby in Hannes’ und Michels Leben treten. Eine Cousine hat sich angekündigt. Michel nahm das anfangs noch etwas emotionslos hin. „Warum? Wir haben doch schon drei Cousinen“, wunderte er sich mit Blick auf die schon älteren Mädels der anderen Tante.

Jetzt, da Mädchen in Hannes’ und Michels Augen aber längst nicht mehr doof sind, wächst die Vorfreude auf die kleine Cousine aber mit jedem Tag. Hannes ist fest davon überzeugt, dass das Baby Lotta heißen wird. Michel hat gleich mehrere Namensvorschläge. Geht es nach ihm, begrüßen wir bald „Fottel, Poppelpä, Fiko, Faflonta oder Hoppelhase Hans“ in der Familie. Kreativ ist er ja, das muss man ihm lassen.

Hannes hat für seine neue Cousine Bilder gemalt: Löwen und Giraffen, die unbedingt im Babyzimmer aufgehängt werden sollen. Und für seine Tante hat er auch schon eine Überraschung parat. 10 Cent hat er zurückgelegt. „Für die Mühen bei der Geburt“, sagt er. Ich nehme an, in ein paar Jahren bekommt er sie ohnehin wieder. Wenn er auf Lotta, Fottel – oder wie das neue Baby auch immer heißen mag – aufpassen und sich sein Taschengeld aufbessern darf. Dank Nora ist er bestens vorbereitet.

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in den ST-Geschäftsstellen, im Buchhandel und im Internet.

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