Umbau

Kinder trinken am Entenpfuhl nicht geeignetes Wasser

Aus den Düsen des neuen Wasserspiels am Entenpfuhl spritzt kein Trinkwasser. Ein Warnhinweis darauf fehlt. Passanten haben beobachtet, dass Kinder das Wasser trinken. Foto: Christian Beier
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Aus den Düsen des neuen Wasserspiels am Entenpfuhl spritzt kein Trinkwasser. Ein Warnhinweis darauf fehlt. Passanten haben beobachtet, dass Kinder das Wasser trinken.

Am Brunnen vor den Clemens-Galerien ist es deutlich zu lesen: Bei dem Wasserspiel handelt es sich nicht um einen Wasserspielplatz, und das kühlen Nass sollte nicht getrunken werden.

Von Leon Hohmann und Benjamin Pause

So steht es auf einem Schild, das neben dem Brunnen an der Hauswand hängt. So ist es bei vielen Wasserspielen in der Stadt, nicht aber bei dem neuen Brunnen am Entenpfuhl. Dort fehlt ein solcher Hinweis – zumindest noch.

Was Passanten beunruhigt: Es ist immer wieder zu beobachten, dass Kinder das Wasser am Entenpfuhl trinken. Darauf wies auch ein Tageblatt-Leser hin. Die Brunnendüsen sprühen das Wasser auf den Asphalt. Oft spielen hier am Nachmittag Kinder, planschen und toben sich aus. Doch so ganz harmlos ist die Situation nicht: Aus den Düsen sprudelt, wie wie bei anderen Brunnen auch, kein Trinkwasser. Einige Passanten sorgen sich um das Wohl der Spielenden.

Der neue Brunnen wurde vor gut einem Monat fertiggestellt

Der Entenpfuhl wurde zeitgleich mit dem unteren Teil der Hauptstraße umgestaltet. Dies soll dazu beitragen, diesen Teil der Innenstadt wieder zu beleben. Diese Arbeiten, die rund 900 000 Euro kosteten, waren im Mai abgeschlossen. Vergessen wurde dabei offenbar, ein Schild aufzustellen, das das Wasser als nicht trinkbar ausweist.

FUSSGÄNGERZONE

LEERSTÄNDE An der Fußgängerzone rund um die Hauptstraße stehen in der Innenstadt immer mehr Ladenlokale leer. Betroffen ist vor allem der untere Teil mit dem Entenpfuhl, mittlerweile auch die Clemens-Galerien. PROGRAMM In Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel und den Immobilieneigentümern versucht die Stadt, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Zu diesem Programm gehört der Umbau der unteren Hauptstraße.

Viele Passanten sehen dies kritisch: „Das muss auf jeden Fall ausgeschildert werden, weil es eine Gefährdung für die Kinder darstellt,“ meint Monika Kaufmann. Bill Thomas geht noch einen Schritt weiter: „Es wäre besser, wenn generell bei Brunnen Trinkwasser verwendet würde. So könnte man auch der Keimbildung vorbeugen.“ Ein Schild wäre für ihn notwendig, aber selbst in Zeiten klammer Stadtkassen nur die kleinstmögliche Lösung.

Eine große Lösung mit den von Thomas geforderten Trinkwasserbrunnen wird es wohl nicht geben. Die Stadt will auf die ST-Anfrage hin aber reagieren: „In den nächsten Tagen wird ein entsprechendes Schild am Entenpfuhl angebracht“, versprach Stadtsprecherin Sabine Rische. Warum dies nicht schon früher geschah, ist ihr nach eigenen Angaben nicht bekannt.

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