Wandgemälde bereichert den Gräfrather Parkfriedhof

Der Gräfrather Künstler Dirk Balke schuf das Wandgemälde am frisch renovierten Unterstand auf dem Gräfrather Parkfriedhof. Foto: Michael Schütz
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Der Gräfrather Künstler Dirk Balke schuf das Wandgemälde am frisch renovierten Unterstand auf dem Gräfrather Parkfriedhof.

Dirk Balke verwandelte Unterstand in ein Kunstwerk

Von Karl-Rainer Broch

Das Wandgemälde am frisch renovierten Unterstand auf dem Städtischen Parkfriedhof in Gräfrath wurde in diesen Tagen offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Dirk Balke, nicht nur Künstler, sondern auch Inhaber der Galerie Art-Eck am Gräfrather Marktplatz, hatte in den letzten anderthalb Jahren die weiße Wand des Unterstandes, der ein neues Dach erhalten hatte, verschönert. Heimatvereinsvorsitzender Karl-Gerd Hankammer stellte fest: „Das Gemälde ist eine künstlerische Bereicherung für den Stadtteil und von der akribisch genauen Wiedergabe ein echter Balke.“

Im weitläufigen Parkfriedhof gibt es insgesamt vier Unterstände als Schutz gegen Regen. Andreas Brühne, Abteilungsleiter beim Friedhofsamt, drückte in Vertretung des Oberbürgermeisters seine Freude über das gelungene Werk aus: „Bisher sah der Unterstand wie eine Wartehalle im Bahnhof aus, jetzt sollte man ihn in Kunstpavillon umbenennen.“ Wer das Werk, für das der Künstler mehr als 160 Arbeitsstunden investiert hatte, besichtigen will, muss in den hintersten Teil des weitläufigen Parkfriedhofs gehen, am besten zu erreichen vom Parkplatz des Nebeneingangs an der Walder Straße. Dirk Balke, bekennender Pink Floyd-Fan, erklärte seine Intentionen: „Ich habe mich an dem Werk ‚The Wall‘ orientiert. Die Mauer soll schützen, aber auch trennen. Ein Loch schafft Durchsicht zwischen Gegenwart und Vergangenheit, aber auch zwischen Leben und Tod, also passend zum Friedhof.“

Vogelfotografien dienten als Vorlagen

Im Mittelpunkt steht ein Landschaftsgemälde des Gräfrather Künstlers Friedrich August de Leuw aus dem Jahr 1843. Balke hat das Motiv mit dem modernen Lichtturm ergänzt. Der ehemalige Wasserturm wurde von Johannes Dinnebier mit einer Glaskuppel ausgestattet und stellt ein weiteres Gräfrather Wahrzeichen dar. „Damit haben wir auch einen Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart hergestellt.“

Umrahmt wird das Bild von vielen, meist im Park ansässigen Vögeln und Tieren wie Krähen, Eulen, Habichten, Eichhörnchen und Hasen. Die Vorlagen dazu hatte er von Vogelfotografen erhalten, die er online zur Teilnahme aufgerufen hatte.

Heinz-Willi Müller, der Besitzer des De Leuw-Originals, begutachtete die Umformung des Bildes und meinte: „Nach 180 Jahren ist ein neues Original entstanden, man sieht, dass Kunst auch lange warten kann, um erneut zur Geltung gebracht zu werden.“ Während das Friedhofsamt für den Neubau und die Farben zuständig war, konnte Dirk Balke auf ein Künstler-Stipendium des Landes in Höhe von 7000 Euro zurückgreifen. Andreas Brühne schätzt die Kosten für die Stadt auf etwa 5000 bis 7000 Euro: „Zusätzlich wurde der Zugang mit Platten ebenerdig umgestaltet.“

Umrahmt wurde die kleine Eröffnungsfeier durch Gesangsbeiträge der Solinger Künstlerin Franzi Rockz.

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