Die Woche

Wanderbares Solingen als Tourismusmagnet

stefan.kob@solinger-tageblatt.de
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In Solingen muss man sich keine Stunde ins Auto setzen, um in eine attraktive Wanderregion zu gelangen.

Solingen. Wandern liegt im Trend. Was kann man schon groß anders machen in dieser Zeit? Der Trend ist allerdings nicht neu, er bekommt durch Corona nur einen Schub. Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal auf eine der Touren begeben, die das ST aktuell vorstellt: Man wird garantiert auf zahlreiche Gleichgesinnte treffen, die mit der Zeitung in der Hand oder auf dem Smartphone unterwegs sind. Was zeigt uns das?

Erstens: Wir leben privilegiert. In Solingen muss man sich keine Stunde ins Auto setzen, um in eine attraktive Wanderregion mit schmalen Pfaden, verschwiegenen Plätzen in der Natur und spannenden Ausblicken zu gelangen.

Zweitens: Das Bedürfnis ist riesig, Orientierung zu bekommen in dem Irrgarten von unbekannten Pfaden und dem wilden Mix von unverständlichen Symbolen. Nicht jeder möchte, nur weil es ihn ab und zu in die Natur zieht, gleich in einen Verein eintreten oder sich einer Gruppenführung anschließen. Zwar gibt es inzwischen auch gute Navigations-Apps auf dem Handy, die in der Zukunft die gute alte Wanderkarte ablösen werden. Doch bis dahin ist es noch weit.

Drittens: Der Drang nach Bewegung in freier Natur und frischer Luft wird weiter zunehmen in einer Zeit, die uns in ihrer Hektik, technischen Umwälzungen und ständig neuen medialen Reizen zu überrollen droht. Man muss ja nicht gleich an esoterische Triebe wie Shinrin-Yoku denken, wo es um Waldbaden oder Treehugging geht. Oder auch nicht an die sportlichen Ableger wie Geocaching oder Mountainbiking. Sondern schlicht um einen entspannten Gang durch die Natur. Von diesem Bedürfnis könnte Solingen enorm profitieren, wenn die Stadt ebenso kühn und entschlossen vorgehen würde wie derzeit beim Kampf gegen Corona. Beim Thema Tourismus gibt es da leider immer noch mehr Schatten als Licht. Klar, da leuchten die hochfliegenden Bemühungen um das Welterbe Müngstener Brücke. Auf der anderen Seite wird ein Bauprojekt wie die wichtige Wanderbrücke in Glüder, für die Solinger Bürger sogar 100 000 Euro gesammelt haben, sträflich über Jahre verschleppt. Immerhin scheint es jetzt da voranzugehen.

Dagegen könnte der neue Liewerfrauenweg ein Leuchtturm werden. Heimatministerin Ina Scharrenbach pilgerte persönlich nach Solingen, um einen Förderbescheid über 280 000 Euro zu übergeben. Die 16-Kilometer-Runde verbindet Naturerlebnisse mit Solinger Industriegeschichte und hat das Potenzial eines wanderbaren Freiluftmuseums.

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