Trotz Pandemie

Walbusch wächst im zweiten Krisenjahr zweistellig

Freuen sich über Walbuschs positive Entwicklung (v. r.): Christian Busch, Frank Reuber, Marcus Leber und Ralph Hürlemann. Foto: Walbusch
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Freuen sich über Walbuschs positive Entwicklung (v. r.): Christian Busch, Frank Reuber, Marcus Leber und Ralph Hürlemann.

Das Solinger Modeunternehmen erzielte 2021 einen Umsatz von 429 Millionen Euro.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Walbusch-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2021 habe das Modeunternehmen über alle Marken hinweg einen Umsatz von 429 Millionen Euro erzielt, heißt es in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum um etwa 16,3 Prozent. Seinerzeit lag der Umsatz bei 369 Millionen Euro. Damit setzen die Solinger ihren Wachstumskurs fort – „trotz erheblicher coronabedingter Umsatzverluste im Filialgeschäft“.

„Wir sind weiterhin sehr dankbar, dass wir trotz der weltweiten Corona-Pandemie auch im zweiten Krisenjahr unsere ambitionierten Ziele übertreffen konnten“, wird Hauptgesellschafter Christian Busch zitiert. Dies sei „in einem gesellschaftlich, sozial und gesamtwirtschaftlich verheerendem Jahr keine Selbstverständlichkeit“. Für Busch beweist die positive Entwicklung, dass der 2018 gestartete Transformationsprozess aufgehe: „Das unternehmerische Vertrauen in die Strategie und die handelnden Teams, welches mit massiven Investitionen in die Marke, die Infrastruktur und die Personalstärke verbunden war, zahlt sich aus.“ In den zurückliegenden zwei Jahren haben die Solinger laut eigenen Angaben rund 100 Beschäftigte neu eingestellt. Insgesamt zählt die Gruppe etwa 1100 Mitarbeiter.

Die Kernmarke Walbusch habe in Deutschland, Österreich und der Schweiz das größte Wachstum erzielt. Doch auch Avena, Mey & Edlich sowie LaShoe verzeichneten zweistellige Zuwächse.

In Zukunft setzt Walbusch auf ein wieder erstarktes Filialgeschäft

Nicht nur die Pandemie hat der Modebranche das Leben im abgelaufenen Jahr erschwert. Zudem fehlte es wegen der Lieferkettenproblematik auf der Beschaffungsseite an Stabilität und Planungssicherheit. „Wir sind im Versandhandel aufgrund der fixen Erscheinungstermine unserer Kataloge extrem auf pünktliche Lieferungen unserer Lieferanten und eine hohe Warenverfügbarkeit angewiesen“, erklärt Ralph Hürlemann, Walbuschs Geschäftsführer Einkauf. Trotz der weltweiten Herausforderungen sei es gelungen, die hohe Nachfrage für die neuen Kollektionen zu bedienen.

Marcus Leber, der für Marketing und Vertrieb zuständige Geschäftsführer, führt die positive Entwicklung auf die „Marken- und Digitalisierungsstrategie“ zurück. Die Marke Walbusch gewinne stetig an Aufmerksamkeit und Relevanz. Dadurch sei gelungen, „die wirklich massiven Umsatzverluste in unseren 42 Filialen im kataloggetriebenen Online-Geschäft mehr als auszugleichen“. Zukünftig setze man auf ein „wieder erstarktes Filialgeschäft“. Leber kündigt an: „Dieses werden wir durch eine Modernisierung des Ladenbaus sowie gezielte Neueröffnungen unterstützen.“

Der Kaufmännische Geschäftsführer Frank Reuber identifiziert die Renovierung der Infrastruktur als nächsten Schritt in Walbuschs Transformationsprozess. Das wichtigste Projekt: Die Integration des ehemaligen Gerry-Weber-Logistikzentrums im westfälischen Halle in die Walbusch-Abläufe. Gleichzeitig stehe die Modernisierung der IT-Infrastruktur auf dem Programm.

Mit diesen Schritten möchte Walbusch auf Wachstumskurs bleiben. Das Ziel 2022: ein Umsatzplus von 7,2 Prozent auf 460 Millionen Euro.

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