Verein Ehrenamt für Kultur

Vorstand arbeitet an neuem Beratungskonzept

Das neue Vorstandsquartett (v. l.): Claus Rogall (stellvertretender Vorsitzender), Carolin Knospe (Schriftführerin und Öffentlichkeitsarbeit), Angelika Heider (Finanzen) und die neue Vorsitzende Janina Becker. Foto: Michael Schütz
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Das neue Vorstandsquartett (v. l.): Claus Rogall (stellvertretender Vorsitzender), Carolin Knospe (Schriftführerin und Öffentlichkeitsarbeit), Angelika Heider (Finanzen) und die neue Vorsitzende Janina Becker.

Verein Ehrenamt für Kultur hat sich verjüngt – frischen Wind bringen zwei Studentinnen und ein pensionierter Betriebswirtschaftler.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Seit Februar schon hat der Verein Ehrenamt für Kultur einen neuen, deutlich verjüngten Vorstand. Lediglich Angelika Heider, pensionierte Büro-Angestellte ist als Finanzverwalterin ein „alter Hase“. Die Studentinnen Janina Becker und Carolin Knospe (als Vorsitzende sowie Schriftführerin und zweite Vorsitzende) und der pensionierte Betriebswirtschaftler Claus Rogall bringen frischen Wind in die Arbeit des Vereins. Sie wünschen sich, dass sie mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit für die Kultur Jung und Alt für das vielfältige musische Angebot in Solingen sensibilisieren und einbeziehen können. Dafür haben sie ihr Beratungskonzept wegen der Corona-Krise angepasst.

2001 wurde der Verein Solinger Ehrenamt für Kultur von Marianne Göllner gegründet, um die kulturellen Einrichtungen der Stadt durch engagierte Bürgerarbeit zu stärken. Zuletzt stand Sophie Seidler an seiner Spitze. Bei persönlichen Beratungsgesprächen mit am kulturellen Ehrenamt Interessierten, soll im Dialog herausgefunden werden, in welchem Verein der Stadt eine Mitarbeit sinnvoll ist. Kunstmuseum, Cobra, Stadtbibliothek, Laurel & Hardy Museum und seit Neuesten auch der Wipperkotten sowie der Gräfrather Lichtturm sind neben dem Theater- und Konzerthaus mögliche Einsatzorte fürs Ehrenamt. „Die Aufgaben sind dabei sehr unterschiedlich und reichen vom Publikumsservice mit Hilfe etwa beim Erkunden der Örtlichkeiten wie im Theater bis zu selbst zusammengestellten Führungen wie jüngst im Lichtturm. Dass diese Location sich in die Liste der Kooperationspartner eingereiht hat, freut den Vorstand genauso wie die frische Zusammenarbeit mit dem Wipperkotten – beides Ergebnisse der seit Februar intensiv laufenden Arbeit des neuen Vorstands.

„Dass wir uns erst jetzt der Öffentlichkeit vorstellen, ist der Pandemie geschuldet“, sagt Janina Becker, die in Personalunion auch für das Vereinsprojekt „Youth 4 Culture“ zuständig ist. „Junge Leute an die Kultur heranzuführen, ist das Ziel dieser Arbeit. Dafür kooperieren wir aktuell mit der Friedrich-Albert-Lange-Schule und ab dem nächsten Schuljahr auch mit der Alexander-Coppel-Schule“, sagt sie.

„Aber auch dieses Projekt liegt derzeit coronabedingt auf Eis: erst der Lockdown, jetzt nur zaghaft mögliche Wiederbelebung der Kultur mit stark reglementierter Personenzahl bei allen Veranstaltungen. Da ist kein Raum für Präsens-AGs.“

Auch die bis zum Frühling regelmäßig stattgefundene Beratungsgespräche in der Stadtbibliothek sind immer noch nicht wieder möglich. Zu streng waren die verständlichen Konzepte zur Eindämmung der Pandemie. Die Idee, das Ganze telefonisch anzubieten, sei bisher an bürokratischen Hürden gescheitert, sagt Claus Rogall. Ab November soll es nun endgültig losgehen.

„So richtig durchstarten können wir dann hoffentlich im nächsten Jahr.“
Janina Becker, neue Vorsitzende, über die Einschränkungen durch die Krise

Am 12. November beziehungsweise 10. Dezember von jeweils 16 bis 18 Uhr steht jeweils ein anderer Ansprechpartner von seinem heimischen Anschluss dafür zur Verfügung. Die weiteren Termine können der Internetseite entnommen werden.

„Es ist natürlich schade, dass uns Covid-19 so sehr ausgebremst hat“, sagt Janina Becker. „Auch wenn inzwischen alle unsere Kooperationspartner sich mit durchdachten Konzepten um Besucher bemühen, bleibt doch die verständliche Verunsicherung der Menschen spürbar. So richtig durchstarten können wir dann hoffentlich im nächsten Jahr.“

www.solinger-ehrenamt-kultur.de

Telefonische Beratung

Gesucht werden Menschen aller Altersstufen und jedweder Nationalität, die kulturell interessiert sind und sich ehrenamtlich engagieren möchten. Egal, ob handwerklich, organisatorisch oder administrativ: Die Aufgaben sind vielfältig. Die nächsten telefonischen Beratungstermine sind an den Donnerstagen, 12. November, 16 bis 18 Uhr, unter Tel. (02 12) 1 69 95 sowie 10. Dezember, 16 bis 18 Uhr, unter Tel. (02 12) 4 78 51

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