Musikgesellschaft leidet

Vorsitzender Harald Rummler hält die Klassikliebhaber bei Laune

Die Werner-Trenkner-Gesellschaft hofft, bald wieder Konzerte wie zuletzt im Januar 2020 durchführen zu können. Archivfoto: Tim Oelbermann
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Die Werner-Trenkner-Gesellschaft hofft, bald wieder Konzerte wie zuletzt im Januar 2020 durchführen zu können.

Musikgesellschaft leidet unter dem kulturellen Lockdown.

Von Philipp Müller

Mit den Worten „Verzagen Sie nicht“ verabschiedet sich Harald Rummler in seiner Februar-Botschaft von den Mitgliedern der Werner-Trenkner-Gesellschaft. Im ST-Gespräch äußert der Vorsitzende der Musikgesellschaft die Sorge, die Mitglieder durch die fehlenden Konzerte zu verlieren, sollte der Lockdown noch länger andauern. Die Gesellschaft ehrt nicht nur das Leben und Wirken des Komponisten Werner Trenkner. Der Verein veranstaltet auch regelmäßig Konzert mit klassischer Musik.

Dazu werden in der Regel international auftretende Solisten eingeladen. Das fehle ihm und auch den Mitgliedern und den Besuchern, bekennt Rummler. Aber die Gesellschaft sei nicht untätig, schreibt der Vorsitzende an den Verein: „In den letzten Monaten habe ich viel aufmunternde Post von Mitgliedern, Freunden und Künstlern und auch großzügige Spenden für unsere Arbeit erhalten.“

„Ich stehe in den Startlöchern.“

Harald Rummler, Vorsitzender

Aber auch die Sehnsucht nach der Livemusik schwingt bei Rummler mit. Das Klavierkonzert mit der jungen litauischen Pianistin Onute Grazinyte am 21. März habe er noch nicht abgesagt. Doch wenn er die „Groß-Wetterlage“ betrachte, „ist es mehr als fraglich, ob wir dieses Konzert durchführen können“. Er schreibt in einer Stimmung, die man in den vergangenen Monaten in vielen Kulturvereinen und bei den Kulturschaffenden erlebt: „Ich stehe in den Startlöchern und freue mich, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen.“

Dieses Scharren mit den Hufen, endlich wieder Bühnen und Konzertsäle betreten zu dürfen, ist auch bei der Gesellschaft laut zu hören. So sagt der Vorsitzende: „Sobald die behördlichen Vorgaben gelockert werden, werde ich reagieren. Mit der angestauten Sehnsucht nach Musik werde ich die schon geschmiedeten Pläne umsetzen.“

In der Zwischenzeit mussten die Mitglieder nicht ganz auf Kultur verzichten. Aber eben nicht als Live-Veranstaltung. Vorstand und Rummler verteilten an ihre Mitglieder einen CD-Mitschnitt des Eröffnungskonzerts zum Jahr das 30. Bestehens der Gesellschaft. Das damals aufgeführte fünfte Klavierkonzert Es-Dur von Ludwig van Beethoven und das Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll von Peter Tschaikowsky in der Fassung für zwei Klaviere bekomme man nicht alle Tage zu hören.

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