Historisches Foto

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Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem Ort auf dieser historischen Aufnahme?

Heute suchen wir einen beliebten Ort. Beim letzten historischen Foto ging es um den kältesten Tag seit 23 Jahren im Dezember 1978. Er brachte den Jahrhundertwinter nach Solingen.

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden Sie mit diesem Ort? Welche Erinnerungen haben Sie daran? Senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 25. Februar, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de

Unser vorheriges historisches Foto: Von 10 auf minus 20 Grad in nur wenigen Stunden

Von Moritz Jonas

Ganze LKW-Ladungen voll Schnee wurden im Winter 1978/79 abtransportiert, um der Lage überhaupt Herr zu werden.

In der vergangenen Woche fragten wir unsere Leser nach ihren Erinnerungen an den Jahrhundertwinter 1978/79. Grund war der plötzliche Wintereinbruch in Solingen. Heute wissen wir: Das Schneechaos war nur von kurzer Dauer, ein erneuter Jahrhundertwinter ist uns erspart geblieben. Am Wochenende soll es sogar frühlingshaft mild werden. Und vermutlich wird sich in 42 Jahren auch niemand mehr an diesen Winter erinnern. Ganz anders als an den vor 42 Jahren.

Am 28. Dezember 1978 hätten die Temperaturen noch bei angenehmen zehn Grad gelegen. Ehe sie schlagartig um 30 Grad fielen, erinnert sich Norbert H. Posthum. Es sei der kälteste Tag seit 23 Jahren gewesen, ergänzt Elke Steinhaus. Die Folgen dieses enormen Temperatursturzes waren Stürme und tagelanger Schneefall, der auch Solingen seinerzeit hart traf.

„Es fielen Unmengen an Schnee“, erinnert sich Steinhaus. Der Winterdienst sei kaum mit dem Räumen hinterhergekommen, so Steinhaus weiter. Wie auf unserem historischen Foto zu sehen ist, musste der viele Schnee mit Hilfe von Radladern auf Lkw verfrachtet werden. Anschließend sei er dann zum Beispiel auf dem Weyersberg abgeladen worden. „Dort türmten sich riesige Schneeberge“, erzählt Steinhaus.

Der Ansturm auf Schlitten und Schneeketten war riesig

Ein Nebeneffekt des plötzlichen Wetterumschwungs war der darauffolgende Ansturm auf Schlitten und Schneeketten. Der ist auch Jürgen Stephan gut im Gedächtnis geblieben. Er sei zu dieser Zeit im Kaufhof in der Abteilung „Heim und Handwerk/Autozubehör“ beschäftigt gewesen. „Die Nachfrage nach Schneeketten war riesig. Der Einkauf war nicht in der Lage, so schnell welche zu besorgen. Wir brauchten die Schneeketten schließlich sofort.“

Glücklicherweise habe es die Firma Erlau in Ohligs am Schützenplatz gegeben, die Schneeketten vorrätig hatte. „So bin ich mit meinem Wagen mehrmals dorthin gefahren, um die Schneeketten zu holen. Der Wagen ging bei der Beladung ganz schön in die Knie“, erinnert sich Stephan.

In der vergangenen Woche war es zwar ähnlich kalt wie 1978/79. Aber so schnell wie die Kälte gekommen ist, so schnell wich sie nun frühlingshaftem Wetter.

Ebenfalls Erfolg beim Schneeketten-Kauf hatte Martin Leiber. Er erinnert sich, am 2. Januar habe seine Ausbildung an der Landesfinanzschule in Haan begonnen. Um den Weg nach Haan antreten zu können, habe er noch vor der Öffnung der Werkstatt bei Opel Noll am Grünewald das letzte Paar Schneeketten ergattert. Anschließend hätten er und sein Kollege den Weg zur Ausbildung durch die schöne Winterlandschaft problemlos bewältigen können.

Mehr Schwierigkeiten hatte Elke Steinhaus mit ihrem Heimweg von einer Silvesterfeier. „Am nächsten Morgen war mein Auto nicht nur total vereist, es sprang auch nicht an. Ich musste mit dem Bus heimfahren und mein Auto stehenlassen. Ich konnte es erst Tage später abholen. Zum Glück konnte ich meine Arbeitsstelle zu Fuß erreichen“, erinnert sie sich.

Mit vereisten Autos hatten wir zwar auch in diesem Jahr zu kämpfen, dennoch können die beiden Wintereinbrüche kaum miteinander verglichen werden. Zumal 1979 aufgrund des tauenden Schnees noch Hochwasser folgte, berichtet Elke Steinhaus.

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