Geldinstitut

Volksbank feiert doppeltes Jubiläum

Laden die Kunden zum Mitfeiern ein (von links): Andreas Otto, Lutz Uwe Magney und Hardy Burdach. Foto: Roland Keusch
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Laden die Kunden zum Mitfeiern ein (von links): Andreas Otto, Lutz Uwe Magney und Hardy Burdach.

100 und 150 Jahre: Nach der Fusion im vergangenen Jahr stehen jetzt zwei runde Geburtstage an.

Von Tristan Krämer

Dass Banker berufsbedingt mit Zahlen jonglieren können, ist bekannt. Die Rechenaufgabe, die die Volksbank im Bergischen Land in diesem und im nächsten Jahr aufmacht, ist aber dennoch außergewöhnlich: Ab Juni feiert die Bank zwölf Monate lang ihr 100-jähriges Bestehen – und wird innerhalb dieser Zeit scheinbar um 50 Jahre älter. „Wir feiern sowohl unser 100- als auch unser 150-Jähriges“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Otto über das besondere Zahlenspiel.

Hintergrund des doppelten Jubiläums ist die Fusion der Volksbank Remscheid-Solingen und der Wuppertaler Credit- und Volksbank vor etwa einem Jahr. Während der Vorläufer der Volksbank Remscheid-Solingen am 4. Februar 1918 von 17 Solingern im Sitzungssaal der Stadtverordneten in der Klingenstadt gegründet wurde – in diesem Jahr also 100 Jahre alt wird –, liegen die Wurzeln der Credit- und Volksbank noch weiter zurück: 1869 gründeten 43 Barmer Bürger den „Spar- und Darlehensverein zum heiligen Joseph“.

„Weil die Jubiläen so nah beieinander liegen, haben wir uns entschieden, einfach im Juni 2018 mit dem Feiern zu beginnen und im Juni 2019 damit aufzuhören“, erklärt Lutz Uwe Magney den Plan zum doppelten Jubiläumsjahr. Es soll geprägt sein von einem Zusammenspiel aus Tradition und Zukunft. Und von dem Leitmotiv „Zeit ist mehr als Geld“, das an das Zitat des Volksbank-Ur-Vaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen angelehnt ist, nach dem eine „Bank mehr als Geld und Zinsen ist“. „Raiffeisen wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Insofern ist auch das ein Grund zum Feiern“, gibt Andreas Otto zu bedenken.

Aktionsmonate haben unterschiedliche Mottos

Der Vorstandsvorsitzende legt Wert darauf, dass das Jubiläumsjahr „keine VIP-Veranstaltung werden soll“. Das passe nicht zu einer Genossenschaftsbank. „Wir wollen alle Kunden mitnehmen“, betont Otto. Konkret bedeutet das, dass jeder der zwölf Aktionsmonate unter einem bestimmten Motto stehen wird. Gefeiert wird dann in allen der 24 Filialen in mittlerweile 14 Städten der Region. Den Auftakt – wie sollte es zum Start der Fußball-WM anders sein – macht im Juni ein Fußballmonat.

Kunden können sich in den Filialen auf unterschiedliche Aktionen – etwa eine Torwand – freuen. Im Oktober wird beispielsweise der Weltspartag groß gefeiert, während die Volksbank zum Vorlesetag im November Kindergärten und Schulen in der Region besuchen wird.

Neben dem Rückblick auf 100 beziehungsweise 150 Jahre Geschichte richten die Verantwortlichen zum Jubiläum aber auch den Blick in die Zukunft – ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren. Bestes Beispiel dafür sei die Filialeröffnung an der Remscheider Alleestraße in der vergangenen Woche. Dabei liegt der Fokus auf der Beratung in Sachen Baufinanzierung und Geldanlage. „Wir wollen da sein, wenn es um Lebensentscheidungen von Menschen geht“, sagt Otto.

DAS GESCHÄFTSJAHR

POSITIV Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahrs der Volksbank im Bergischen Land seien gut angelaufen, teilt Andreas Otto mit. „Trotz der teils unsicheren weltpolitischen Lage ist die Kreditnachfrage des Mittelstands in der Region auf einem guten Niveau.“ Viele Unternehmen nutzten die derzeit gute Auftragslage für Investitionen.

Das gelte auch in Zeiten der Digitalisierung. „Einfache Servicetätigkeiten wie Überweisungen verschieben sich natürlich zunehmend ins Digitale“, sagt Hardy Burdach, der das Vorstandstrio komplettiert. „Aber mit Filialen für die Menschen da zu sein und mit ihnen zu sprechen – das werden wir bestimmt auch in Zukunft nicht ändern“, stellt Burdach klar.

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