Kinderkonzerte zum Jahresabschluss

Volker Rosin in Solingen: Konzerte mit „2G-plus-M“-Regel

„Der König der Kinderdisco“, Volker Rosin, gab an Silvester pandemiebedingt zwei Konzerte im Theater und Konzerthaus. Die zahlreichen Besucher konnten so auf beide Termine verteilt werden – neben dem Schachbrettmuster galt 2G plus und Maskenpflicht. Foto: Christian Beier
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„Der König der Kinderdisco“, Volker Rosin, gab an Silvester pandemiebedingt zwei Konzerte im Theater und Konzerthaus. Die zahlreichen Besucher konnten so auf beide Termine verteilt werden – neben dem Schachbrettmuster galt 2G plus und Maskenpflicht.

Begeistertes Publikum beim Auftritt des bekannten Liedermachers. Er stand zum ersten Mal an Silvester auf der Bühne. Der Künstler dankt dem Kulturmanagement.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Es dauerte nicht einmal drei Minuten, da klatschten die ersten im Publikum schon mit: Bereits der erste Song von Volker Rosin entfachte im Theater und Konzerthaus den Gute-Laune-Funken. Der bekannte Kinderliedermacher hatte in den Großen Konzertsaal eingeladen, um sich gemeinsam mit seinen kleinen und großen Fans auf den letzten Abend des Jahres einzustimmen.

Um die Zuschauer-Menge überschaubar zu halten, hatte das Kulturmanagement die Veranstaltung auf zwei Konzerte aufgeteilt, zu denen jeweils viele Freunde von Ohrwürmern wie dem „Gorilla mit der Sonnenbrille“ oder dem „Baby Hai“ geströmt waren. Eltern oder Großeltern begleiteten die jungen Musikfreunde. Kindergartenkinder als Haupt- Zielgruppe hatten auch größere oder kleinere Geschwister mitgebracht.

Der passionierte Entertainer startete sofort mit seinem Programm durch und ließ kaum Gelegenheit für eine Aufwärmphase. Die schien auch gar nicht nötig, denn schnell stellte sich heraus, dass das Auditorium nahezu ausnahmslos vollständig textsicher war. Beim „Lied über mich“ etwa schallte ihm der Refrain ohne eigenes Zutun bereits vor den ersten Gitarrentakten aus dem Saal entgegen.
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„Jaaaaa!!!“ hatten ganz viele Kinder wie mit einer Stimme lautstark auf Rosins Eingangsfrage geantwortet, ob sie denn überhaupt Lust auf Party hätten – und dieses dicke „Ja“ wurde im Laufe der nächsten rund anderthalb Stunden von Song zu Song immer nachdrücklicher.

Bei Mama Hai und Opa Hai sind alle dabei

In fröhlichem Gelb gekleidet und vor buntem Plakat als Kulisse brannte Rosin sein musikalisches Mitmach-Feuerwerk ab, das viele Kinder im Nu von ihren Stühlen holte und eifrig mitsingen und die vorgemachten Bewegungen zum Rhythmus mitmachen ließen. Pferdeschwänze wippten im Takt beim begeisterten Mit-Hüpfen. Andere, etwas schüchternere Rosin-Fans nutzten Mamas oder Papas Schoß als „Schunkel-Basis“ und trauten sich erst nach und nach aus dieser sicheren Position heraus, die Hände und Arme als große Mäuler von „Mama Hai“ oder „Opa Hai“ einzusetzen.

Mal mit Gitarre, mal nur am Mikrofon spulte Volker Rosin mit spürbarer Routine und dennoch dicht am Publikum seine Show ab. Es sei das erste Mal in seiner 40-jährigen Laufbahn, dass er an Silvester arbeite, verriet er gut gelaunt. Weil 2021 so viel ausgefallen sei, habe er den Kindern noch einmal etwas bieten wollen – er dankte dem Kulturmanagement der Stadt, das es an der Veranstaltung festgehalten habe.

Sie sei sehr froh, dass „dieses Konzept so stimmig sei, dass wir es nicht auch noch absagen mussten“, sagte Kultur-Chefin Sonja Baumhauer. Die Veranstaltung fand mit der „2G-plus-M-Regel“ statt, Besucher mussten geimpft oder genesen sowie negativ getestet sein und Maske tragen, auch am Platz – Ausnahme waren die Kinder unter 6 Jahren.

Einer der Höhepunkte war eindeutig der „Tanzalarm“

Baumhauer hatte sich ebenfalls unter die Zuschauer gemischt und bedauerte, dass das Märchenstück „Aschenbrödel und der Prinz“ des Stadtensembles nicht gegeben werden konnte. Es sei ihr ein Herzensanliegen, nun mit Volker Rosin ein wirkliches Highlight für die Kinder anbieten zu können.

Ein Angebot, das dankbar und rege angenommen wurde, denn die im Schachbrettmuster gesetzten Zuschauer füllten bei der 15 Uhr-Vorstellung den halben Saal. Munter wurde der Gorilla-Mambo mitgetanzt, mit „Hände überm Kopf“ auch mitgeklatscht oder die Rosin-Version des „Wellermanns“ begeistert gefeiert. Einer der Höhepunkte war eindeutig der „Tanzalarm“, bekannt aus dem Kinderkanal Kika, der alle zum Mitmachen animierte und einen weiteren munteren Akzent in dieser besonderen Kinder-Silvester-Feier setzte.

Orlando-Projekt bald als Streaming-Format für Jüngere

Ein weiteres Angebot des Kulturmanagements für Jüngere, das „Orlando-Projekt“, soll wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie auf ein Streaming-Format umgestellt werden. Es handelt sich um eine „diverse Revue“, die mit den Mitteln des Theaters und der bildenden Kunst spielerisch der Frage nachgeht, wie Literatur entsteht. Sie erzählt die Geschichte von Virginia Woolfs wichtigstem Werk um die Hauptfigur Orlando, die durch die Jahrhunderte und Geschlechter reist und dabei ein Gedicht verfasst, das der Roman jedoch nicht preisgibt. theater-solingen.de

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