Viertklässler fertigen einen Figuren-Fries

Das farbenfrohe Figuren-Fries der Grundschule Bünkenberg-Widdert ist bis Sommer zu sehen. Foto: Michael Schütz
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Das farbenfrohe Figuren-Fries der Grundschule Bünkenberg-Widdert ist bis Sommer zu sehen.

Grundschule Bünkenberg

Von Jutta Schreiber-Lenz

Widdert Die letzte Figur am Zaun der Schule Bünkenberg-Widdert, ganz hinten, fast schon auf dem Sperlingsweg, ist von Erik. Stolz erklärt der Neunjährige sein Motiv, das er wie seine Mitschülerinnen und Mitschüler mit leuchtender Acrylfarbe auf das Sperrholz aufgebracht hat: „Mein Lieblingstier ist ein Pinguin, deshalb habe ich einen gemalt“, sagt er. Er hat ihn in ein dichtes Schneegestöber gestellt und mit dem Fisch unten rechts ist auch für dessen kulinarisches Wohl gesorgt.

Wobei der Fisch auch in der Wupper schwimmen könnte und damit die gedankliche Brücke zur großen Trauerweide schlägt, eine andere Idee zum Schulmotto von Bünkenberg, das bei dem Kunst-Projekt Pate stand: „Der Natur auf der Spur“. Eine Woche lang haben die 22 Viertklässler der Klasse a, aufgeteilt in zwei Gruppen, ihr Klassenzimmer zum Atelier umfunktioniert und unter Anleitung von Künstlerin Susanne Müller-Kölmel und unterstützt von Lehrerin Sabine Buchmüller ein farbenfrohes Figuren-Fries geschaffen.

Nach dem Prinzip des Stopp-Tanzes wurden die Schatten der Kinder-Körperbewegungen „eingefroren“ und als Umriss auf Sperrholzplattenplatten gezeichnet. Danach füllten die Kids diese Bilderrahmen mit Leben. „Eine gute Übung für die Kinder, einmal anders zu arbeiten, als ein klassisches Bild auf Zeichenpapier zu gestalten“, sagt Müller-Kölmel, die erfolgreich einen anderen Blickwinkel vermitteln konnte. „Ich hab mir versucht vorzustellen, was ich sehe, wenn ich aus einem Fantasie-Fenster schaue“, sagt Erik.

Die Kinder seien, nach anfänglicher Vorsicht, spürbar wärmer mit dem Projekt geworden, erzählt Sabine Buchmüller, die wie auch Susanne Müller-Kölmel eine zunehmende Souveränität wahrnahm. „Zunächst war es ungewohnt, nicht in einem Stück fertig zu werden, sondern eine Dynamik zuzulassen“, sagt Müller-Kölmel, die selbst viel Freude daran hatte, mit den Kleinen zu arbeiten – aller Nacht-Arbeitszeit zum Trotz, die es brauchte, um 22 Sperrholzfiguren auf den Punkt zuzuschneiden. Der Blick auf das fertige Kunstwerk entschädigt für alle Mühe. Mit Kabelbindern befestigt, ist das Fries nun farbenfroh und fröhlich bis zum Sommer an der Vockerter Straße zu sehen.

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