Vierte Gesamtschule feiert sich

Schulleiter Dirk Braun (r.) und seine Stellvertreterin Carmen Tiemann (l.) zeigten sich bei der Einweihung der vierten Gesamtschule in bester Laune. Es gibt zwar noch viel zu tun – aber es ist auch schon viel erreicht. Foto: Christian Beier

HÖHSCHEID Die offizielle Einweihung gestern stand im Zeichen des Danks und der vielen Pläne für die Zukunft.

Von Thomas Kraft

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die vierte Gesamtschule in Höhscheid folgt dieser bodenständigen Devise. Denn der Unterricht hat an der Kanalstraße längst begonnen. Seit dem Start ins neue Schuljahr Ende August folgen dort 108 Schüler dem frisch entwickelten Gesamtschulkonzept. Untergebracht sind sie in den Räumen der auslaufenden Hauptschule. Gestern nun nahmen sich Schulleitung, Kinder und Gäste aus Politik und Bildungswesen endlich Zeit, das Erreichte zu feiern. Zur offiziellen Einweihungszeremonie erschienen Oberbürgermeister Norbert Feith, Stadtdirektor und Schuldezernent Hartmut Hoferichter sowie der zuständige Dezernent der Bezirksregierung Düsseldorf.

DIE SCHULE PERSONAL Die vier fünften Schuljahre werden von einem 16-köpfigen Team aus Lehrern und Sonderpädagogen unterrichtet. FÖRDERUNG Der variierende Stundenplan erlaubt eine individuelle Förderung der Kinder. Das ist auch hilfreich für die Inklusion, die lernbehinderte Kinder in den Schulalltag integriert. „Wir haben ein tolles Ereignis zu feiern“, sagte OB Feith. Denn der Weg zur vierten Gesamtschule war politisch ein langer und steiniger. Erst 2012 gelang es, die über Jahrzehnte verhärteten Fronten aufzubrechen und einen Konsens zu erzielen. Dennoch scheiterte die Gründung im ersten Anlauf 2013. Um so gelöster gaben sich gestern Stadtspitze, Schulleitung, Kinder und Lehrer nach dem geglückten Start. „Wir wissen, dass die Schule erst im Aufbau ist“, sagte Feith. Es sei daher wichtig, dieser Einrichtung den nötigen Rückhalt zu geben.

Das Rathaus geht dabei voran. „Bis 2018 werden wir acht Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung an den Standorten Kanal- und Zweigstraße investieren“, kündigte der OB an. Das Geld kommt aus der Schulpauschale des Landes, die Solingen jedes Jahr erhält.

Großes Vertrauen in eine Schule, die am Anfang noch gar nicht da war

Schulleiter Dirk Braun dankte „an diesem bedeutsamen Tag“ neben allen, die am Entwicklungsprozess beteiligt waren, vor allem den Eltern für ihr Vertrauen. „Sie haben Ihre Kinder für eine Schule angemeldet, die am Anfang ja noch gar nicht da war.“ Großartig sei auch die Zusammenarbeit mit der Hauptschule. „Wir sind hier alle zusammengerückt.“ Eine Elternbefragung hatte ergeben, dass die Hauptschulen in Solingen nicht mehr angenommen werden. Deshalb läuft die in Höhscheid jetzt aus und macht schrittweise der Gesamtschule Platz.

Diese folgt einem Drei-Säulen-Modell: mit „Lernbüros“, in denen die Hauptfächer unterrichtet werden, mit „Projekt-Unterricht“ für Naturwissenschaften, Arbeitslehre/Technik, Religion und Gesellschaftslehre und mit „Werkstätten“ für Kunst, Musik und Sport.

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