Bescheid

Ohligs: Ministerin überreicht 4,2 Millionen Euro

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OB Tim Kurzbach (von links) erhielt von Ministerin Ina Scharrenbach 4,2 Millionen Euro Zuschuss für den Umbau der Ohligser Innenstadt, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und Stadtentwickler Markus Lütke Lordemann erläuterten Details.

Oberbürgermeister und Stadtdirektor nutzten den Besuch, um weitere Gespräche über Fördermittel zu führen.

Von Philipp Müller

Ina Scharrenbach (CDU), die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, besuchte gestern Ohligs aus gutem Grund: Sie überreichte einen Bewilligungsbescheid über 4,2 Millionen Euro. Die symbolische Übergabe fand auf dem Ohligser Marktplatz statt. Auch dies aus gutem Grund: Der Platz und die Fußgängerzone bis hinauf zum Hauptbahnhof sollen mit insgesamt 4,8 Millionen Euro ein neues Gesicht bekommen. Die Ministerin zog sich nach dem Termin mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) zu Verhandlungen zurück. Dabei ging es um weitere Fördermittel, die sich die Stadt aus Düsseldorf wünscht.

600 000 Euro ist der städtische Eigenanteil an der Aufwertungsmaßnahme. Damit erhalte man einen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent, erklärte Lütke Lordemann von der Stadtentwicklung. Der Berliner Investor Kondor Wessels, der am Dienstag den Grundstein für 308 Wohnungen auf dem Olbo-Gelände gelegt hatte, beteiligt sich den Kosten mit 250 000 Euro. Dieses ist Teil des städtebaulichen Vertrags mit der Stadt Solingen. Ministerin Scharrenbach lobte bei der Übergabe des Bescheids die Stadt. Um an die Förderung aus dem EFRE-Programm, das mit EU-, Landes- und Bundesmitteln gefüllt ist, zu kommen, müssten die Pläne gut passen. Das sei in Solingen der Fall gewesen.

Markus Lütke Lordemann skizzierte das Verfahren für den Ohligser Stadtkern. Nach der öffentlichen Runde mit den Bürgern gingen deren Vorschläge bis Monatsende in einen Wettbewerb ein. Zwölf Planungsbüros sollen dann bis zum Jahresende ihre Vorschläge für die Umgestaltung unter Einbeziehung der Anregungen aus der Bürgerschaft entwickeln. Anfang 2020 bewerte eine Fachjury die Entwürfe, wähle den besten aus.

Danach folge die Verabschiedung des Entwurfs durch die Politik, anschließend an die Ausschreibung der Arbeiten, ergänzte Hoferichter. Der Baustart liege voraussichtlich Anfang 2021. Das hänge damit zusammen, dass vorher die Sparkasse mit dem Umbau des Globus-Hauses fertig sein müsse. Außerdem dürfe Kondor Wessels an der Aachener Straße nicht mehr durch Bautätigkeit die Aufwertung der Ohligser Innenstadt stören.

Solingen verhandelt über Förderungen für die Innenstadt

OB Kurzbach teilte im Anschluss an die Gespräche mit der Landesministerin mit, dass man viele Themen auf dem Tisch gehabt habe: „Es ging um die gesamte Dynamik der Stadtentwicklung.“ So habe man über Landesmittel für das Handlungskonzept Wohnen, die Aufwertung der Solinger Mitte, die Errichtung einer Gläsernen Manufaktur gesprochen. Auch die Entwicklung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) für den Stadtteil Wald war Thema.

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