Theater und Konzerthaus

Vielseitiger Tanz begeistert das Publikum

Mit „Raduga“ brachten die Jüngsten eine schmissige Polka auf die Bühne. Rund 2000 Tänzerinnen und Tänzer traten beim 31. Tanzfest im Pina-Bausch-Saal auf. Foto: Daniela Tobias
+
Mit „Raduga“ brachten die Jüngsten eine schmissige Polka auf die Bühne. Rund 2000 Tänzerinnen und Tänzer traten beim 31. Tanzfest im Pina-Bausch-Saal auf.

Wie jeden November verwandelt sich das Theater für zwei Tage wieder in ein Tanz-Mekka.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Tief durchatmen, noch einmal kurz die Augen schließen und dann im eiligen Trippelschritt auf die – noch dunkle – Bühne zum Aufstellen. Die Spannung der gut 30 Mädchen in glänzenden und glitzernden Tüllröckchen war nahezu körperlich fühlbar, sowohl bei den Zuschauern im vollen Pina-Bausch-Saal, als auch bei den „guten Backstage-Geistern“, die im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf des 31. Solinger Tanzfests sorgten.

Mit dem ersten Ton aus den Lautsprechern kam dann die Erlösung: Jeder Schritt der Choreographien saß, war gefühlt tausendmal geübt – und ganz allmählich bahnte sich auch ein entspanntes Lächeln auf die konzentrierten Gesichter. „Je mehr Applaus, desto schneller ist die Nervosität weg“, ermunterte Nurten Öztürk das Publikum dazu, reichlich zu klatschen. Sie war neben Maximilian Hansen und Klaus Lustig der weibliche Teil des Moderatoren-Trios, die am Samstag durchs Programm führten. Gut über die Hintergründe der anzukündigenden Gruppen informiert, gab es für jedes Ensemble, das fertig gestylt aus der Garderobe Aufstellung nahm, eine persönliche Begrüßung.

Lesen Sie auch: Tanzgruppe Klingenstadt startet beeindruckend durch

Die Kinder der Tanzschule Mavius hatten, wie alle andren der rund 2000 Teilnehmer des Tanzfestes, bei der Generalprobe das „Drumherum“ gut geprobt. „Drei Tage lang checken unsre Techniker für Ton und Licht Fragen wie: Welche Farben in den Kostümen brauchen von uns welche Spot-Farbe, damit das Rampenlicht auch optimal wird?“, erläuterte Manuela Hoor vom Kulturmanagement, bei der seit Jahren alle Organisationsfäden für ein gutes Gelingen des Tanzfestes zusammenlaufen.

Manuela Hoor wurde für ihr 40-jähriges Engagement geehrt

Dass sie in diesem Jahr selber kurz auf der Bühne stehen würde, hätte sie bei den Vorbereitungen wohl nicht gedacht. Aber für Oberbürgermeister Tim Kurzbach war es selbstverständlich, das 40-jährige Dienstjubiläum der außergewöhnlich engagierten Frau im Rampenlicht mit einem herzlichen und dicken Dankeschön zu würdigen.

Allein den Garderoben-Plan zu erstellen und es hinzukriegen, dass 110 Ensembles sich während der zwei Veranstaltungstage die rund 20 verfügbaren Räume teilen, sei alljährlich eine Aufgabe, die Hirnschmalz erfordere, sagte sie. Derweil wies sie am Backstage-Eingang unermüdlich und freundlich die Teilnehmer und Trainer zu ihren Kabinen, erläuterte Eltern, wann und wo die Kinder wieder abgeholt werden können, oder telefonierte hinter zu spät kommenden Gruppen her.

SOLINGER TANZFEST

TRADITION Zum 31. Mal fand die Kulturveranstaltung statt, die seit Jahren an beiden Tagen für ein ausverkauftes Theater sorgt. Immer wieder haben auch neue Gruppen die Möglichkeit, mitzumachen, weil alteingesessene Gruppen pausieren. So war Michaela Niederhagen mit „Siebentanz“ in diesem Jahr erstmals nicht dabei.

NON STOP 2000 Mitwirkende boten in diesem Jahr elf Stunden Tanz, eingeteilt in elf bunt gemischte Blöcke.

Von Ballett bis Hip-Hop, von Garde- bis Stepptanz, von Breakdance über Boogie-Woogie und Standard bis hin zu Flamenco war stilistisch in diesem Jahr nahezu alles vertreten, was unter dem Stichwort „Tanz“ läuft. Dass es gerade bei den Kleinsten manchmal nicht perfekt ablief, machte gar nichts, sondern sammelte im Publikum allenfalls zusätzliche Sympathie-Punkte.

Jasmin Bachor und Jacqueline Krings von der Showgarde Solingen präsentierten beispielsweise eine getanzte Dschungelwelt mit Mini-Tiger, Affe, Bär und Flamingo und erntete viel Beifall. Hinter dem Titel „Miau“ der Tanzschule „Come in – dance out“ verbarg sich eine sehenswerte Interpretation des Musicals „Cats“, angeführt von der großen „Gumbie-Katze“ Ina Lange.

Klassisch und lateinamerikanisch wurde es mit der Tanzschule TC Blau Gold: Heike Henkels hatte mit ihren Mädchen temperamentvollen Jive, eine betörende Rumba und einen fetzigen Jive vorbereitet, der viel Spaß machte. Einige Tanzschulen präsentierten sich gleich in mehreren Blöcken mit Ensembles unterschiedlicher Altersstufen. So war Anne Grafwegs Studio mit drei Auftritten am Start.

31. Tanzfest im Theater und Konzerthaus

 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias
 © Daniela Tobias

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare