Historisches Foto

Was suchen wir hier?

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Auf unserem Historischen Foto der vergangenen Woche war ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex in Wald zu sehen.

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden sie mit dem Motiv? Welche Erinnerungen haben Sie? Wenn Sie eine Idee haben, worum es sich hier handelt, senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 20. Mai, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder – noch einfacher - per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de.

Unser Historisches Foto der vergangenen Woche: Viele ST-Leser erinnern sich an die Westersburg

Von Sebastian Dorfmüller

Solingen. Rekordverdächtig war die Zahl der Antworten auf die Frage nach unserem historischen Foto vergangener Woche. Viele Leser erkannten die Westersburg. „Die Hofschaft liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Ittertals im Norden des Stadtteils Wald“, schreibt Regina Mengel. „Bei meinen Spaziergängen komme ich oft an dem Gebäude vorbei. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es auch schon fotografiert habe“, schreibt Elke Steinhaus. „

Bei der Westersburg handelt es sich keinesfalls um eine echte Burg, sondern um ein als Wirtschaftsbau konzipiertes Gebäude

Die Westersburg wurde um 1900 erbaut und diente lange Zeit als Restaurant, bevor dort ein kleiner Nahversorger rein kam und später schließlich ein Kiosk“, schreibt Thomas Lambert. Namensgebend für den Weiler Westersburg sei das Gebäude jedoch sicher nicht gewesen. „Der Orts- und Gebäudename muss spätestens Ende des 18. Jahrhundert vorhanden gewesen sein, da er in den Kirchenbucheinträgen anno 1809 schon vorkommt“, erklärt Regina Mengel. Links habe sich früher ein eingeschossiger Saalbau angeschlossen, welcher in den 1980er Jahren abgerissen worden sei. Heute steht an dieser Stelle ein Wohnhaus.

„In dem angefügten Saal wurden nach dem Krieg Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten untergebracht“, schreibt Edith Gerhards. Der Saal sei durch aufgehängte Wolldecken unterteilt worden, um den Familien etwas Privatsphäre zu geben. „Als Kinder haben wir dort zur Weihnachtszeit Lieder auf der Flöte gespielt, um die heimatlosen Menschen zu erfreuen“, erinnert Edith Gerhards sich. Auch Jahre später wurde in dem Saal noch musiziert. „Die Schwester meines Vaters spielte dort mit ihren Musikkameraden zum Tanztee auf. Schöne Zeit!“, erinnert sich Martin Güthues.

ST-Leser erinnert sich an einen missglückten Torjubel

„Nach dem Krieg versuchte man vorübergehend varietéähnliche Darbietungen zu installieren“, schreibt Manfred Kohl. „1954 habe ich in der Gaststätte ‚Zum Ittertaler Aussichtsturm‘ als Elfjähriger das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft miterlebt. Bei dem Torjubel wurde einer Kellnerin ein volles Tablet mit Getränken aus der Hand geschlagen“, erinnert sich Lutz Heinrichs.

Heute sieht der Gebäudekomplex fast genau so aus wie damals. Gegenüber befindet sich die Grundschule Westersburg

In der Nähe befindet sich auch heute noch eine Grundschule „Mit diesem Foto verbinde ich sehr viel, da ich in den 1960er Jahren mit meiner Familie dort gewohnt habe“, schreibt Gabi Luckow. „Dort habe ich auch das Fahrradfahren gelernt“. Darüber hinaus habe sie die gegenüberliegende Grundschule Westersburg besucht. So geht es auch Uwe Schachtschneider. „Ich bin dort zur Schule gegangen und später im Sommer an diesem Gebäude vorbei immer wieder zum Freibad Ittertal gewandert“, schreibt er. In der Nähe der Westersburg befand sich damals wie heute die Bäckerei Kuckenberg. „Für uns Kinder war es ein Highlight, wenn wir sie besichtigen durften“, schreibt Christian Schüler. „Dann gab es jede Menge Kuchen und Gebäck“.

Mitte der 1980er Jahre wurden Räume der Westersburg von dem Verein Zwappel angemietet

Mitte der 1980er Jahre wurden die Räume im Erdgeschoss von dem Verein Zwappel angemietet. „Meine Mutter gehörte zu den Gründungsmitgliedern“, schreibt Leah Schott. Es handelte sich um eine Gruppe Eltern, die sich aufgrund des raren Betreuungsangebotes entschlossen, selber eine Betreuungsinitiative zu gründen. „Somit war ich ein Zwappelkind erster Generation. Einige der damals geschlossenen Freundschaften halten bis heute an“, schreibt sie weiter.

Erkannt haben die Westersburg auch unsere Leser Margarete Plag, Rudolf Marks, Peter Böttcher, Monika Bajon, Petra Kotsaridis, Petra Schmidt, Alexandra Holly, Jörg Breuer, Axel Schüren, Achim Huber, Karl Rüttger und Hubert Frisch.

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