Neuer Hauptabwasserkanal

Viehbachsammler: Das ist der aktuelle Stand

Auch wenn es Baufortschritte beim Viehbachsammler gibt, hält die Teilsperrung der Viehbachtalstraße bis 2023 an.
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Auch wenn es Baufortschritte beim Viehbachsammler gibt, hält die Teilsperrung der Viehbachtalstraße bis 2023 an.

Schon seit Mitte des vergangenen Jahres ist die Viebachtalstraße auf einem Stück nur einspurig befahrbar. So geht es mit den Arbeiten voran.

Von Philipp Müller

Solingen. Im Frühjahr hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Arbeiten für den unterirdischen Vortrieb des Viehbachsammlers im Oktober abgeschlossen sein würden. Tatsächlich hat es auf der 2,4 Kilometer langen Strecke bis in die letzten Novembertage gedauert. Zwischen Kyllmannweg und Untengönrath bis zur Straße Schwarze Pfähle folgen nun allerdings noch weitere Ausbauarbeiten. Auch die Anschlüsse ans vorhandene Kanalnetz müssen noch gelegt werden. Mehr als ein Jahr lang dauert dies. Das heißt auch, die einspurige Viehbachtalstraße wird so lange weiter bestehen.

Insgesamt ist der neue Sammelkanal 4,5 Kilometer lang und dient der Abwasserentsorgung für rund 25 000 Haushalte. Zugleich ist mit dem Sammler ein ökologischer Effekt verbunden. Der Viehbach, der entlang der Stadtautobahn fließt, wird nach Abschluss aller Arbeiten ausschließlich durch Oberflächenwasser gespeist und nicht mehr durch Abwässer verunreinigt. 20,5 Millionen Euro werden verbaut. Finanziert wird das durch das Kanalgebührenaufkommen der Solinger Haushalte und Betriebe.

Mit dem Abschluss der Vortriebsarbeiten, bei dem das Sammelrohr unterirdisch verlegt wurde, ist aber nur ein Teil dieses Bauabschnitts erreicht. Denn in den kommenden Monaten wird noch mit Beton an den Zugängen zum Sammler gearbeitet. Aufwendig wird dann noch, die bestehenden Kanalrohre mit dem neuen Sammler zu verbinden.

TBS setzten beim Kanalbau eigenes Verfahren ein

Erst dann wird die Anlage ihren Betrieb als geschlossenes System aufnehmen können. Bereits 2017 begann der erste Bauabschnitt, sichtbar war dies durch die teilweise Sperrung der Mühlenstraße und im späteren Verlauf die erste Teilsperrung der Viehbachtalstraße. Mit dem unterirdischen Vortrieb beschritten die Technischen Betriebe Solingen damals Neuland, weil sie dieses Verfahren mit Experten entwickelt hatten, um höhere Baukosten durch das Ausheben großer Baugruben zu vermeiden.

Das Verfahren wird auch beim Ittersammler eingesetzt, der ebenfalls in mehreren Bauabschnitten zumeist unterirdisch verlegt wird. Auch hatte sich gezeigt, dass das Verfahren nicht immer ganz ohne Risiko ist. Flüssiger Beton trat 2021 im Wald in der Nähe von Schloss Caspersbroich aus, er war zur Verdichtung rund um die vorgetriebenen Kanalrohre in den Baukörper eingespritzt worden. Die zunächst befürchtete Umweltkatastrophe am Nacker Bach blieb allerdings aus.

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