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Jugendherberge Burg wird zur Naturschule: Vertrag unterzeichnet - Starttermin steht

Das Gebäude in Burg, hier von der Rückansicht, liegt mitten im Grünen und bietet beste Voraussetzungen für eine Naturschule. Foto: Christian Beier
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Das Gebäude in Burg, hier von der Rückansicht, liegt mitten im Grünen und bietet beste Voraussetzungen für eine Naturschule.

Die ehemalige Jugendherberge Burg wird zur Schule. Betreiber Vivimos setzt einen naturpädagogischen Schwerpunkt. Der Starttermin steht, Anmeldungen für die Grund- und Sekundarstufe I laufen bereits. Formalitäten sind noch zu klären.

Von Kristin Dowe

Solingen. Der nächste Schritt für die Naturschule, die in die Räumlichkeiten der ehemaligen Jugendherberge in Burg einziehen soll, ist vollzogen: „Beide Seiten haben den Vertrag unterschrieben und das Objekt wurde übergeben“, teilte der bisherige Eigentümer Sam Jordan dem Tageblatt mit, der das Solinger Immobilienunternehmen „Raumvision“ betreibt. „Der Startschuss für die Naturschule ist damit gefallen und auch die Stadt steht dem Projekt offenbar sehr positiv gegenüber.“

Grundsätzlich habe der Unternehmer auch lukrativere Angebote für die weitere Nutzung des Objekts gehabt. „Darum ging es uns aber nicht in erster Linie. Das Konzept einer Naturschule hat uns überzeugt.“ Auch Gerüchte über eine mögliche Fällung von Bäumen sind damit hinfällig - das ST berichtete. Die Umbauarbeiten sollten etwa bis März 2022 abgeschlossen sein. Die Maßnahmen für den Brandschutz seien nicht all zu aufwendig – die Auflagen seien diesbezüglich schon früher hoch gewesen, da es sich um eine ehemalige Jugendherberge handelte.

Naturschule Burg soll zum nächsten Schuljahr 2022/23 starten

Vera Niehr, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Vivimos, die Trägerin der privaten Naturschule ist, sieht gute Chancen, dass die Räume zum Frühjahr 2022 hin bezugsfertig sind und der Betrieb zum neuen Schuljahr dann starten kann. „Es sind schon rund 70 Prozent der verfügbaren Plätze belegt“, freut sie sich. „Ich habe zwei Tage gebraucht, um das alles zu verarbeiten. Aber jetzt heißt es: Ärmel hoch und ab dafür!“ Das Team verteile bereits Flyer in der näheren Umgebung.

Start mit zwei Grundschulklassen und der Sekundarstufe I

Aktuell laufe noch das Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Am Standort Solingen – einen weiteren wird die Naturschule in Rodenkirchen betreiben – sind vorerst zwei Grundschulklassen und eine Sekundarstufe I geplant, aus der später eine Oberstufe gebildet werden soll.

An der Schule wird es einen naturpädagogischen Schwerpunkt geben, in den auch Tiere wie zwei Schulpferde, Hühner, Kaninchen und Landschildkröten mit einbezogen werden sollen. Geplant seien außerdem Selbstversorgungsflächen, auf denen die Schüler selbst Gemüse anbauen und mittags zubereiten können.

Auch soll es ein von Schülerinnen und Schülern geführtes Café geben, das zweimal in der Woche für Nachbarn, Eltern und Freunde seine Pforten öffnen wird. „Die freizeitpädagogischen Angebote werden neben dem Schulbetrieb weiter laufen und können auch von Besuchern genutzt werden“, kündigt der Flyer an.

Aktuell sucht die Schule noch Spender und Sponsoren für das gemeinnützige Projekt.
Zuerst hatte der Investor eine neue Kita in Burg geplant, berichtete das ST. Dafür sah die Stadt aber keinen Bedarf.

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